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2 (1853) L - Z
Entstehung
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GRAFEN V. WICKENBURG.

Grafen v. Wickenbiirgf.

J£nil)olifd). fficftcrrctd) unb üjanncroeir.

Besitz: die Herrschaften Walsee, Ulmorfeid*, ; Itagberg und Kronstailen in Oesterreich; dieHerrschaften Eltze in Hannover, Szakacs, Madizestv und Szlatina in Ungarn etc.

Wappen: quadrirtcr Schild mit Mittelschild. Im silbernen Mittelschild einschwarzer Hut mit silbernem Bande (Stammwappen: vehetianisches AdelsbausCapello). 1 und 4 in Blau ein einwärtsgekehrter, doppelt geschweifter, goldenerLöwe; 2 und 3 in Gold ein einwärtssehender, rother Greif. Ucber der Grafen-krone erbeben sich zwei gekrönte Helme. Auf dem rechten Helme steht der Hutdes Mittelschildes zwischen einem olfcnen Adlersfluge, dessen rechter Flügel vonGold und Blau, der linke von Roth und Gold quergetheilt ist (Helm des Stamni-wappens), aus dem linken Helme wächst der Löwe des l. und 4. Feldes empor.Die Decken des rechten Helmes sind rechts blau und golden, links silbern undschwarz, und die des linken Helmes rechts silbern und schwarz, links rolli undgolden. Den Schild halten zwei einwärtssehende Satyrn, oben bärtige, gehörnteMänner, unten braune Böcke. Die Devise ist: Solem Tolerabit Et Imbres. DasGcneal. Taschenbuch der gräfl. Häuser giebt das Wappen, wie folgt, an: von Silberüber Blau quergetheilt mit einem Hut von gewechselten Tincturen.

Der Stammvater der jetzigen Grafen v. Wickenburg-Capellini, genanntStechinelli, ist Johann Francesco Maria Capellini, genannt Stechinelli. Nachdem Geneal. Taschenb. der gräfl. Häuser (1838, S. 536) stammle der-selbe aus dem adeligen Hause Capello in Venedig ab, und wurde als Pagevon einem Herzog von Braunscbwcig mit nach Deutschland genommen.Freiherr v. d. Knesebeck (S. 269) giebt an, derselbe habe als armerKnabe dem Herzoge Georg Wilhelm von Braunschweig, bei dessen An-wesenheil in Venedig, einen Anschlag zweiermaroder" venetianischerBürger auf das Leben des Herzogs verrathen, weshalb derselbe ihn mitnach Zelle, wo er erzogen worden sei, genommen, und später mitGnade überhäuft habe. Derselbe stieg zum Drost und General-Post-meister im Hannoverschen, kaufte das Gut Wickenburg, wurde vomKaiser Leopold I. 11. Juni 1688 mit dem Prädicate: v. Wickenburgin den Adelstand erhoben und erhielt später, nach dem Freiherrn v. d.Knesebeck, 12. Sept. 1705, vom Kaiser Joseph I. den Freiherrenstand.Das Genealogische Taschenbuch der gräfl. Häuser (1853. S. 812) führt