GRAFEN V. VIEREGG.
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Grafen v. Vieregg.
ÄntljolifdR Sägern.
Besitz: die Fideicommiss-Gütei- Tutzing, Pähl, Furtham und Satteihanbacb in Oberbayern,und die Güter Thürnlhenning, Seyboldsdorf mittleren Antbeils, und die HoftnarkBertensdorf in Niederbayern.
Wappen: Schild rund, mit verzierter, goldener Einfassung, und in dem-selben in Silber drei (2 und 1) schwarze, gestürzte Horner, welche mit einemschwarzen Haken schrägiinks belegt sind. Ueber der Grafenkrone erhebt sich eingekröntel 1 Helm, aus welchem ein rechtsgekehrter, schwarzer Windhund mit gol-denem Halsband und Ring und ausgeschlagener rother Zunge emporwächst. DenSchild halten zwei auswärtssehende, gekrönte und doppelt geschweifte, goldeneLöwen, und das Ganze umgiebt ein blauer Wappcnmantel mit goldenen Fransenund silbernem Futter.
Sehr alles, meklenburgisches Geschlecht, welches das Erbmarschall-aint des Bisthums Schwerin erhielt. Dasselbe kam nach v. Pritzbuer(Index conc. famil. nobil. Due. Megapolit. Havn. 1722, P. G3) im1 5. Jahrhundert aus Bayern nach Meklenhurg und war zuerst im AmteBiilzow angesessen, nach v. Lang dagegen (S. SS) durch Paul v. Vieregggegen die Mitte des 16. Jahrhunderts aus Meklenhurg nach Bayern.Paul kam nach letzterem Schriftsteller an den llof des Herzogs Albertvon Bayern, nahm 1552 Kriegsdienste, verheirathete sich 1556 in dieSchellenbergsche Familie und starb als Landvogt zu Hochstedt. Späterbreitete sich die Familie auch in Pommern und Dänemark aus, kamauch in die Marken und ist, wie in Meklenhurg, Bayern und Dänemark,so auch in Preussen zu hohen Ehren gelangt.
Ein Nachkomme Pauls, Wolf Heinrich, kurbayer. Kämmerer, warTranchirmeister am kurbayer. und kurcöln. Hofe, und drei Söhne des-selben, Ferdinand Joseph, Maximilian Joseph und Georg Florian Erasmus,erhielten vom Kaiser Leopold 1. 1692 den Freiherrenstand, FreiherrMatthäus aber, kurpfälz. w. Geh. Staats- und Conferenz-Minister, Oberst-