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2 (1853) L - Z
Entstehung
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GRAFEN V. STOSCII.

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Sehr altes schlesisches Geschlecht, welches mit den Grafen v. Kaunitz(s. Bd. I. S. 418) einen Ursprung hat und schon im 12. Jahrhundert,als dasselbe aus Croatien nach Böhmen und aus Böhmen nach Mahrenund Schlesien kam, den gräflichen Titel geführl haben soll. Die erstenGlieder dieser Familie in Schlesien schrieben sich Stoscli v. Kaunitz.Otto Graf v. Stoscli war 1181 Kronfeldherr des vereinigten Polen undSchlesien und man nimmt denselben als Ahnherrn der jetzigen Grafenund Freiherren v. Stoscli. Im 13. Jahrhundert scheint die Familie, wieandere vornehme Geschlechter, den böhmischen Herren- und Freiherfen-stand für genügend gehalten und vom Grafenstande abgesehen zu haben.Im 14. Jahrhundert blühten drei Linien, eine in Ober-, zwei in Nieder-schlesien. Die oherschlesis'che Linie, welche sich v. Stoscli zu Kaunitzschrieb, erlosch, den gewöhnlichen Angaben nach, zu Ende des IC. Jahr-hunderts, doch kommt noch 1632 Otto Heinrich Stosch, Freiherrv. Kaunitz als Landes-Hauptmann des Fürstenthums Sagan vor, dieniederschlesischen Linien aber, welche unter dem Namen v. Stosch vor-kamen, theillcn sich nach ihren Besitzungen in verschiedene Häuser undNebenlinien. Die ältesten Stammhäuser waren Siegroth im Bricgschenmit dem Nebenhause Lorzendorf, welche beide im 18. Jahrhunderterloschen sind, und Monischütz (Mondschülz) im Wohlauschen. DasHaus Montschütz trennte sich wieder in die Nebenhäuser Gross-Tschirna,Simbsen, Schwarz.au , Wangern, Rinnersdorf, Wandritzsch , Kunzendorfund Conradswaldau. Krcidelwitz, welches I 688 erlosch, war ein Neben-haus dos Hauses Schwarzenau. Ueber alle diese Häuser, so wie überdie früheren genealogischen Verhältnisse der Familie ertheill sehr genaueAuskunft die Monographie, welche Melchior Friedrich v . Stosch, gest.1724, Herr auf Montschütz, k. llofrichter und Landesdeputirler desFürstenlhums Wohlau, ausgearbeitet hat und welche von dem Ge-schlechte 1736 herausgegeben worden ist. Der alte Freiherren-stand der Familie muss vor Anfange des 18. Jahrhunderts erneuertworden sein, da um diese Zeil der Freiherrentitel wieder merk-licher hervortritt. Das von dem Geneal. Taschenbuch der gräfl. Häuserangeführte Diplom vom 17. Jan. 1701 war ein Adelsdiplom, welchesKönig Friedrich I. von Preusscn den Brüdern Friedrich Wilhelm , k.preuss. Geh. Staatssecretair, und Wilhelm Heinrich , k. preuss. Geh.Kämmerer, auf Grund ihrer Abstammung aus der v. Sloschschen Familieertheille. Es halle sich nämlich aus Lassnitz im Oppeltischen ein Zweignach der Mark und Ost-Friesland gewendet, aus welchem diese Brüderstammten. Der Grafenstand kam durch Ernennung vom König FriedrichWilhelm III. von Preussen 1. Juli 1798 von Neuem wieder in die Fa-milie und zwar in der Person des Freiherrn Hans Gottlieh , Herrn aufLöwen, Polnisch-Kessel, llartau etc., welcher mit Amalia Henriette Gräfinv. Hoym, Tochter des bekannten k. preuss. Geh. Staalsministers GeorgCarl Heinrich Grafen v. Iloym, vermählt war. Aus dieser Ehe stammtdas jetzige Haupt der gräflichen Familie:

GEORG Graf v. Stosch, geh. 29. Ocl. 1793, Herr der Güter Manze,R eysau, Rosswitz, Glofenau, Dürrharlau, Kallenhaus und Sadewilz, Land-