Druckschrift 
2 (1853) L - Z
Entstehung
Seite
506
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Wappen: quadrirt mit Mittelschild. Mittelschild von Silber und roth quergetheilt. Oben in Silber ein rechtsgewendeter wachsender PanIber, aus dessenObren und Rachen Feuer hervorbricht; unten früher roth, ohne Bild (Stammwup-pen wegen Abstammung von den steiermärkischen Herzogen etc.), später miteinem, mit der Kaiserkrone gekrönten L. I von Silber und Roth der Längenach getheilt (Schaumberg), 2 von Roth und Silber sechsmal quergetheilt mit einemdarüber gezogenen, bis an den oberen Schildesrand reichenden blauen Sparren (nachfrüheren Angaben die erloschene Familie v. Julbach, nach Neueren wegen Beitau);3 in Roth ein goldener gestürzter Anker, durch dessen am Querbalken befindlichenRing ein Seil gezogen ist (Herrschaft Anckenstcin), und 1 in Gold ein schwar-zer, aufrechtsstehender und rechtsgekehrter, gekrönter und einige Male sich krüm-mender Wurm (Herrschaft Wurmberg). — Auf dem Schilde stehen drei gekrönteHelme. Der rechte Helm trägt zwei von Silber und Roth mit gewechselten Tinctu-ren quergetheilte Rüffelskörner, welche mit einer um jedes Horn zweimal kreuz-weise befestigten goldenen, oder rothen, in der Mitte die Gestalt der Zahl 8 an-nehmenden Schnur umwunden sind (schaumbergscher Helm); aus dem mittlerenHelme wächst der Panther der oberen Hälfte des Mittelschildes auf, und zwar hiergekrönt und vorn Halse an und über den Rücken mit 6 Spitzen geziert, deren jedemit einer Straussenfeder besetzt ist (starhembergscher, oder vielmehr sleierscherHelm); der linke Helm aber trägt einen die Sachsen einwärtskehrenden Adlers-flug, welcher, wie Feld 2, zu dem derselbe gehört, tingirt und mit dem Sparrendieses Feldes belegt ist. Die Helmdecken sind rechts und links roth und silbern,und in der Milte silbern und blau. — Rci dieser Beschreibung ist besonders aufSpener, v. Meding u. A. Rücksicht genommen worden. — In den Supplementenzum Siebmacher (VI, 81 ist auch der Panther im Mittclschilde am Rücken, wieangegeben, geziert; Feld 2 ist roth mit zwei silbernen Querbalken und dem darübergezogenen Sparren, und der Schmuck des linken Helmes demgemäss tingirt. ImWappenbuche der österr. Monarchie (VI, 97) hält im Mittelschilde der gekrönte

506 GRAFEN V. STARHEMBERG.

Grafen v. Starhemberg.

(Der Rüdigerschen Hauptlinie jüngerer oder GundaccarischerAst und Henricische Haupllinie).

Äatl)olifd). ©cjlcrrcid).

Besitz: das grosse zweite gräfl. Majorat des Hauses; — Köspösd, Somos-Ujfala und NagyOroszy in Ungarn; die Primogenilurgüter Wildberg, Lobenslein, Auerberg, Rie-degg, Auhof, Haagen, Reichenau in Oesterreich ob der Ens; die Güter Mühlgrabenund Langenzersdorf in Oesterreich etc.