GRAFEN V. STARION.
Grafen v. Stadion.
Ücttfiolifd). Sägern, ©eflcrrctd), Württemberg.
Besitz: die Standes-Herrschaft Thannhausen in Bayern; die Herrschaft Sladion in Württem-berg; die Fideicommiss-Herrschaften Kaulh, Chodenschloss, Neumark, Zahorzanlind llicseiihurg in Böhmen; die Fideicommiss-Herrschaften Bohorodozan mit Graho-ivick und Erzcrodl und die Herrschaft Lisick in Galizion etc.
Heil Häuptern heider Linien, der Friedoricianischcn und der Philippinischen, stellt dasPrädicat „Erlaucht 4 ' zu.
Wappen ; quudrirler Schild mit Mittslschild. Im schwarzen Mitlelschildedrei iiher einander liegende, unter sieh gekehrte, goldene Wolfseisen (Slammwuppen).
1 und 4 in Schwarz drei ('2 und 11 goldene Tannzapfen (Herrschaft Thannhausen).
2 und 3 in Silber ein schwellendes, ausgehogenes, rothes Kreuz (wahrscheinlichzum Andenken an den Hoch- und Deutschmeister Johann Caspar v. Sladion). Ueb'erder Grafenkrone erheben sieh drei Helme, von welchen der rechte und linke gekröntsind. Auf dem rechten Helme steht ein grosser goldener Tannzapfen (zu Feld 1und 4 des Schildes gehörig); auf dem mittleren liegt ein schwarzes, mit goldenenflauten in zwei Keilten (7 und 6i gesticktes Kissen mit goldenen Quasten, aufwelchem ein goldenes, über sich gekehrtes und in der Mitte mit einem dreifachenPfauenwedel bestecktes Wolfseisen steht (Helm des Stammwappcnsl, und der linkeHelm trägt einen die Sachsen einwärlskehrenden, geschlossenen, schwarzen Flug.
— Die Hclmdecken sind rechts schwarz und golden; links roth und silbern. —Nach den Angaben Einiger überzieht das Kreuz im 2. und 3. Felde das letztereganz, auch kommt, anstatt des schwarzen Adlersfluges, auf dem linken Helme einsilberner vor.
Uraltes, aus Graulnindten stammendes Rittei'gesclileclit, dessengleichnamiges Stammsehloss längst in Trümmern liegt. Glieder aus dem-selben lurnirlen, nach Rüxner, 1080 zu Augsburg, 11(55 zu Zürich und1209 zu Worms. Drei Söhne Eileis v. Stadion, gest. 1382, stiftetendrei Linien: Conrad die ältere, noch blühende, sonst elsassische Linie,Ludwig die jüngere, oder schwäbische, 1693 erloschene, und Johannder Reiche die mittlere, welche aber gleich mit dem Stifter erlosch,worauf das von demselben gestiftete Majorat der jüngeren Linie zerfiel.
— Aus der älteren Linie wendete Conrads Urenkel, Christoph, gest.1543, Fürstbischof zu Augsburg, seinem Bruder, Johann , das Erblruch-sessen-Lehn des Ilochslifls Augsburg zu. Von Johanns Söhnen war
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