GRAFEN V. SAYN-WITTGENSTEIN.
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Grafen v. Sayn-Wittgenstein-Berleburg (carls-burgische und Iiulwigsbnrgischc Speciallinie)nnd Sayn-Wittgenstein- Sayn.
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Besitz: die Horrschafl Carlsbnrg etc.
Wappen: quadrirter Schild mit Mittelschild. Im rollten Mittelschilde einvorwärtssehender, rechtsgeltehrter, aufgerichteter goldener Leopard (Sayn). 1 und 4in Silher zwei schwarze Pfähle (Wittgenstein); 2 in Roth eine silberne Burg, welchezwei Tlhirmc. hat, mit schwarzem Thor und Fenstern (Homburg); 3 in Schwarzein silberner, schräglinker Hallten, welcher mit drei schwarzen wilden Schweins-köpfen besetzt ist (Freysburg). Auf dem Schilde erheben sich drei Helme. Derrechte gekrönte Helm trägt einen hohen orientalischen Spitzhut, welcher oben,etwas gekrümmt, einwärtsgebogen ist (Saynscher Helm); der mittlere einen schwarzen,mit silbernem Aufschlage gezierten Hut, auf welchem fünf Straussenfedern, wech-selnd silbern und schwarz, stehen (Wittgensteinscher Helm), und der linke dieBurg des 2. Feldes (Homburgscher Helm). Die Decken des rechten Helmes sindrotli und golden, die des mittleren schwarz und silbern, und die des linken silbernund rollt.
Sehr berühmtes altgräfliches, jetzt grösstentheils fürstliches Haus.Von der Hauptlinie Berleburg sind zwei Speciallinien, die berleburgischeund die ludwigsburgische , letztere bis auf zwei Glieder des männlichenund fünf Glieder des weiblichen Stammes gräflichen Standes, fürstlich;die drille, die carlsburgische Speciallinie, welche nur aus zwei Gliedernbesteht, ist, wie die saynsche Hauptlinie, aus welcher nur sechs weib-liche Glieder leben, gräflich, die Hauptlinie Hohenstein aber fürstlich. —Das gesammle Haus Sayn und Wittgenstein ist eine Fortsetzung desMannsstammes der alten Grafen v. Sponheim. Die Grafschaft Sayn standanfangs den allen Grafen v. Sayn, einem Zweige des Hauses Nassau,zu. Diese Grafen erloschen 1246 im Mannsstamme mit Heinrich II.,dessen Schwester, Adelheid, zuerst mit Gottfried Grafen v. Sponheim,später mit Eberhard II. Grafen v. Eberslcin vermählt war. Aus derersten Ehe stammten drei Söhne, Johann (I.), Simon und Heinrich, ausder zweiten Eberhard, und diese vier Brüder setzte der Oheim, Heinrich 11.