340 GRAFEN V. SARNTHEIN.
Grafen v. Sarnthein (Sarenthein).
ßatljoriifd). fficfkrreid).
Besitz : Itotlenbuch, Kellerburg und Kränzcl.slein in Tirol.
Wappen: quaärirter Schild init Mitlelsciiild. Im gekrönten, blauen Miltcl-schilde springt nach der rechlen Seite ein silberner Windhund unter sieben, überihm einen Halbzirkel bildenden, güldenen Sternen auf. (Im Grafendiplome ist dieserHund als ein mit goldenen Sternen umgebener Himmelshund angegeben). 1 und 4in Roth ein silberner Querbalken, in welchem ein gekrönter und doppelt geschweifter,rother Löwe nach rechts schreitet; 2 und 3 in Rlau ein rechlssehender, mit demHals abgehauener, goldener Hirschkopf von zwölf Enden. Auf dem Schilde erhebensich zwei gekrönte Helme. Der rechte Helm trägt einen vorwärtssehenden, gekrönten,rothbekleideten männlichen Rumpf, und der linke den Hirschkupf des 2. und3. Feldes. Zwischen beiden Helmen schwebt ein rothes Krückenkreuz, welches injedem der vier Winkel von einem kleinen rothen Krü'ckenkreuze beseitet wird. DieDecken des rechlen Helmes sind roth und silbern, die des linken, nach demGrafendiplome, schwarz und golden. (Blau und golden würde heraldisch richtigersein.) Feld 1 und 4, so wie Feld 2 und 3 gehören, mit beiden Helmen, zumStammwappen (Siebmacher III, 102); der .Mitlelsciiild und das zwischen beidenHelmen schwebende rothe Kriickenkreüz sind bei Erhebung in den Grafenstand hin-zugekommen. Feld 1 und 4 des Stammwappens und der rechte Helm ergeben dasNordheimsche (Siebmacher III, 99), Feld 2 und 3 und der linke Helm das HopfauscheWappen.
Die Grafen v. Sarnthein führen den Namen von der HerrschaftSarnthein in Tirol, welche sich dem Talfer entlang bis gegen Bolzenhinab zieht und früher schon dem allen bekannten Geschlechte derSarnlheiner v. Nordheim, welches 1646 mit Maximilian Sarntheinv. Nordheim, k. k. Regierungsrathe zu Innsbruck, erlosch, den Namengegeben hatte. — Die genannte Herrschaft mit den Gütern Kellerburgund Kränzelstein kam 1635 pfandweise, 1648 aber erbeigenthümlich alslandesfürstliches Lehn durch Kauf an David Wagner , geh. 1603, einenreichen Grosshandlungsherrn in Bötzen, dessen Vorfahren : Georg Wagner,vom Kaiser Carl V. 20. Sept. 1530 den Reichsadel, und David Wagner20. März 1541 die Bestätigung desselben und die Vereinigung des