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2 (1853) L - Z
Entstehung
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GRAFEN V. SANDRECZKY U. SANDRASCHÜTZ.

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mit dem Hinge; der mittlere den Adler des 1. und 4. Feldes, und auf dem linkenHelme wiederholt sich der Helmschmuck des rechten Helmes. Die Decken sindrechts und links schwarz und golden und in der Mitte schwarz und silbern, unddie Helmdecken halten zwei vor- und auswärtssehende, blaugekleidete Ungarn. Dieblauen Mützen haben Pelzaufschlag, und der mit einer Quaste gezierte Zipfel schlugtsich nach innen und unten um. Die Halskragcn sind weiss, die Sähelkuppel golden,der Säbel zeigt goldenen Griff, die Scheide ist schwarz und golden beschlagen;und die Stiefeln sind gelb. YVicangegeben, findet sich das Wappen im Wappcnbucheder preussischcn Monarchie. v. Meding giebt das Wappen, wie dasselbe beimJohanniterorden aufgeschworen ist; 1 und 4 in Blau ein auswärtsgekehrter,stehender, schwarzer Habe, einen Ring, an welchem ein Stein befindlich, imSchnabel hallend; 2 in Silber ein schwarzer Adler; 3 in Blau zwei ins Andreas-kreuz gelegte goldene Schlüssel, deren länglichrunde und mit Zierrathen besetzteRinge unterwärts, die Kämme aber oben und auswärts gekehrt liegen, auch derschrägrechte den schräglinken überlegt (wegen der Erblandmarschallwürde desHerzoglhums Schlesien). Ueber dem Schilde steht eine gewöhnliche oder altekönigliche Krone, und über dieser ein gekrönter Hehn, welcher mit dein Raben,der auch hier den Ring mit Stein im Schnabel hält, besetzt ist. Die Helmdeckensind golden und schwarz.

Sehr alle, ursprünglich polnische, aus dem berühmten Hause Korvvinund Sokolowski stammende Familie, welche aus Polen nach Böhmenkam, nach ihrem dortigen Stammhause Sandraschülz sich Sandreczkyv. Sandrasphütz nannte, und aus Böhmen, während der Unruhen des30jährigen Krieges, sieh nach Schlesien wendete. Der Erste, welchersich in Schlesien ansässig machte, war B oguslav v . Sandreczky (San-drelzky, später auch Sandratzky und Sandrasky). Der Sohn desselben,A iiam B oguslav v . Sandreczky und Sandraschütz, gest. 1695, erwarbdie Güter Langenbielau und Weigelsdorf im Reichenbach-Schweidnitzisehenund hintcrliess aus der Ehe mit Barbara v. Gellhorn und Pelerswaldezwei Söhne, J ohann F riedrich und G ottlieb F erdinand , welche vomKaiser Leopold I. 11. Febr. 1697 in den allen böhmischen Ilerrenstandals Freiherren erhohen wurden. Johann Friedrich, Landesältester derFürstentümer Schweidnitz und Jauer, war Herr auf Langen-Seifersdorfim Reichenbachschen, so wie auf Schwentnig, Prschiedrowitz, Klein-Knignitz und Panthenau im Briegschen, Göttlich Ferdinand aber besassdie väterlichen Güter Langenbielau mit Zubehör. Beide erwarben auchdie Herrschaft Manze, welche ein zweites Familien-Fideicommiss bildete.Der Grafensland mit der Erblandmarsehallswürde des HerzogtumsSchlesien gelangle durch König Friedrich II. von Preussen 6. Nov.1741 in der Person J ohann F erdinands- Sohn des Freiherrn JohannFriedrich in die Familie, und später, 2. Juni 1827, hat dieselbeeine Collectivstimme unter der Ritterschaft auf dem schlesischen Provinzial-Landtage erhalten.

Die Abstammung der jetzigen Glieder der Familie ergiebt nach-stellende Ahnentafel: B oguslaus v. Sandrasky; Gemahlin: N. N. v. Abschatz-Koiske. A iiam B oguslaus ; Gemahlin: Barbara v. Gellhorn-Peterswaldau. J ohann F riedrich , Freiherr; Gemahlin: Juliana Elisabeth v. Haugwitz-BrauchitsdorlT. J ohann F erdinand , Graf, gest. 23. Oct. 1775; Ge-mahlin: Eleonore Charlotte v. Heugel-Guttwohne. F riedrich W ilhelmF erdinand G ottlieb.