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2 (1853) L - Z
Entstehung
Seite
331
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GRAFEN V. SALISCH U. GROSSGRABEN.

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links wehenden, mit einer silbernen Rose belegten rotben Fahnen an goldenenStangen besteckt ist. (Auf dem Stammwappen sieben auf dein Helme beide Schilde,der rechte mit den vier, der linke mit den fünf Fahnen besteckt.) Die Helmdeckensind rechts schwarz und silbern, links rotli und silbern, und den Schild haltenzwei vorwärtssehende goldene Löwen. Die ausgestorbenen Grafen v. Salisch undNassengriff führten nach dem Diplome vom 15. Oct. 17S6 einen der Länge nachgethcilten Schild mit Mittelschild. Im silbernen Mittelschilde stand der gekrönteund golden bewehrte preussische schwarze Adler, auf der Brust mit dem königl.Namenszuge und der darüber schwebenden Krone und auf den Flügeln mit dengoldenen Kleestengeln belegt. Hechts in Silber erschien der schwarze, die Sachseneinwärtskehrende Adlersflügel, links in Roth das sechsendige silberne Hirschhorn.Uebcr der Grafenkrone erhoben sich drei gekrönte Helme. Der rechte trug denschwarzen, die Sachsen einwärtskehrenden Adlersfliigel mit der Klaue; der mittleredie beiden beschriebenen Schilde des Stammwappens mit den-neun Fahnen, und derlinke das Hirschgeweih der linken Hälfte des Schildes. Die Heltndecken warenrechts schwarz und silbern, links rotli und silbern, und den Schild hielten zweivor- und einwärtsgehende, mit Laub umgürtete wilde Männer, welche mit der freienHand eine Keule auf den Boden stemmten. Das Ganze umflog ein rother, mitgoldenen Fransen besetzter und mit Hermelin gefütterter Wappcnmantel.

Sehr alle schlesische, angesehene und reich begüterte Adelsfamilie,welche später den Freiherrensland und die Grafenwürde erhalten hatund deren gleichnamiges Stammhaus im Glogauschen liegt. Nach Sina-pius und anderen schlesischen Geschichtsschreibern stammt das Geschlechtursprünglich aus Polen von der alten Familie der Dzaloszier, und mannimmt als Stammherrn desselben einen tapferen polnischen Krieger,Dzialosza, an, welcher vom Könige ßoleslas IV. um das Jahr 1 150 einWappen erhielt. Die ersten Glieder aus diesem polnischen Ilause ka-men in Schlesien unter dem Namen Zdalusch, Dzalusch, Dzialusch, auchDzialosch, Zalosch, Salusch, Salosch elc. vor und erst nach und nachhat sich die harte Aussprache des Namens in Salisch verwandelt. Die-selbe Abstammung wurde auch für die erloschene Familie v. NassengrilV(früher: Nassengniev, auch Nassadel) in Anspruch genommen, und Zweigedes Geschlechts v. Salisch schrieben sich v. Salisch und Nassengrilfoder Nassengrief. Peler Dzalusch war 1407 RaLh des Herzogs Con-rad III. zu Geis und Nicolaus Dzialosch Rath des Herzogs Johann zuMünsterberg und Ocls, Landes-IIauptmann etc. Philipp Rudolph v. Salischkommt 1696 als fürstl. württemb. Oels-Juliusburgscher Landralh undLandesältester vor. Die sehr verzweigte Familie kam im 16. Jahr-hundert in den Häusern Mersinc, Schreihersdorf, Ellguth, Stiebendorfund Lippe vor. Später blühten besonders die Linien Gr.ossgraben, Stie-bendorf, Nassadel und Schreibersdorf. Der Grundbesitz wurde immergrösser und so findet man denn folgende Güter genannt: Werndorf,Jeschütz, Zesscl, Ruselwitz, Poln. Würbitz, Laserwitz, Jamischau, Omse-witz und Ruks im Oelsischcn; Ober-Polysen, Arnsdorf, Klein-Paulwitz,Wanglawe, Relkawe im Wohlauschen, Dalbersdorf und Neugut im War-tenbergschen, Pelerwilz im Troppauschen elc. Im 18. Jahrhunderlegelangte die Familie vielfach zu hohen Ehren. Ernst Wilhelm v. Salischund Stiebendorf, gest. 1711, war kais. General-Feldzeugmeister, undErnst Heinrich v . Salisch und Grossgraben erhielt vom Kaiser Carl VI.24. März 1728 den erblündisch-böhmischen Freiherrnstand. Der Gra-