GRAFEN V. S ALIl ERN-A III.IMR .
und golden. Den Schild halten zwei einwärtssehende Löwen. — Bei der zuersterfolgten Vereinigung des freiherrlich v. Saldernschen Wappens mit dem v. Ahlimh-sclien kam in das ohen angegebene Stammschild derer v. Ahlimb ein goldenerMittelschild mit einer rothen Kose (Saldern). Auf den Schild wurden zwei mit7 perligen Kronen gekrönte Helme gesetzt, von welchen der rechte den beschriebenenfreiherrl. v. Saldernschen, der linke den v. Ahlimhschen Helmschmuck trägt. DieHelmdecken sind rechts rolli und golden, links blau und silbern.
Die Grafen v. Saldern-Alilimb stammen aus dem bekannten Frei-lierrengeschlechte derer v. Saldern, und der Beiname Ahlimb ist durchVermählung entstanden. Die Familie v. Saldern ist ein uralles braun-schweigisches und märkisches Geschlecht, welches, nach AnnahmeEiniger — wie die Grafen und Herren zu der Lippe — von demrömischen Geschlechle der Kossiner stammen, lange Zeit sich de Rosisgeschrieben und später von einer Besitzung im Braunschweigischen denNamen Saldern angenommen hahen soll. Man giebt dann Sieghardt deRosis, welcher mit dem heiligen Bonifacius in der ersten Hälfte des8. Jahrhunderts nach Deutschland gekommen, als Stammvater an, undführt als die ältesten Glieder des Geschlechts nachstehende auf: Gunzelode Rosis, gest. 798, kämpfte unter Kaiser Garl dem Grossen; Cuno deRosis erwarb 870 den Ritlersitz Saldern im Braunschwcigischen; Heimardv. Roszis und Saldern focht unter Kaiser Heinrich 1. 933 gegen dieUngarn hei Merseburg und Amelbrecht v. Saldern wohnte 1042 demTurniere zu Halle bei und bewies vor dem Kaiser und dem Turnier-voigte, dass er aus dem römischen Geschlechle der Itossiner stamme.— Später verliess unter Burchhardt v. Saldern, einem Freunde derReformation, um 1519, nach der Schlacht auf der Soltauer Heide, dieFamilie die Länder jenseits der Elhe, und nahm diesseits kurbranden-burgsche Lehne an. Matthias, gest. 1675, kurbrandenb. Hauptmann zuLehnin, Rath und Oberst-Kämmerer, brachte die Plaltenburg an dasGeschlecht, und nach der Milte des 18. Jahrhunderts stifteten die EnkelSiegfried Christophs, k. preuss. Geh. Raths und Vice-Präsidenten desFürstenthums Halberstadt, gest. 1715, Henning Siegfried — Sohn OttoRudolphs, k. preuss. Oberst-Lieutenants — und Hans George Sieg-fried — Sohn Melchior Augusts (Bruder des Otto Rudolph), k. grossbrit.Oberst-Lieutenants — die jetzt blühenden Linien Wilsnack und Plalten-burg. — Die Familie ist in ihren Gliedern immer sehr geehrt gewesenund, Andere zu geschweigen, erhielt Friedrich Christoph, gest. 1785,k. preuss. General-Lieutenant, 1766 den schwarzen Adlerorden. — Wasdie Familie derer v. Ahlimb (Ahlim, Ollem, Alem, Alym und Alimb)anlangt, so ist dieselbe ein alles uekermärkisches Adelsgeschlechl, welchesseine Urkunden bis zum Jahre 1379 zurückführt, und die angestammtenBesitzungen in der Uckermark durch Familienstiftungen ungetrennt er-halten hat. Die besten Nachrichten über dasselbe erlheilt Grundmann(Uckermark. Adelshistorie, S. 303 u. 305). Riprecht der Aeltere, Ottoder Jüngere und Claus v. Ahlim wurden 1447, Sonlags vor St. Gallentag,mit dein Erb-IIegemeister-Amt in der sogenannten Werbelinschcn Heidebeliehen. Im vorigen Jahrhundert waren besonders bekannt: BernhardFriedrich, gest. 6. Jan. 1757, k. preuss. Oberst und Regimentschef,