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und 4 in Silber auf drei Felsenspitzen eine rechlsseliende bräunliche Gemse.(Die vier Felder des Schildes machten das Wappen der Freiherren v. Biebersteinaus.) Auf dem Schilde erbeben sich drei Keime, von welchen der mittlere miteiner königlichen, der rechte und linke aber mit sechsperligen Kronen gekrönt sind.Aus dem rechten Helme erhebt sich ein gepanzerter Ann, welcher in der Handein mit der Spitze nach rechts und unten gekehrtes Schwert hält. Auf dem mitt-leren Helme liegt ein (juergclegtes rothes, mit goldenen Quasten geziertes und miteinem rechts, bisweilen auch links gewendeten silbernen Karpfen belegtes Kissen,hinter welchem ein doppelter Pfauenschweif steht (Howorascher ITclm), und aufdem linken Helme ruht das rothe Hirschhorn des 2. Feldes. (Der Helmschmuckdes rechten und linken Helmes schmückte vereinigt den Biebersteinschen Helm.)Die Ilelmdcckcn sind rechts schwarz und golden, in der Witte golden und rothund links silbern und roth. — Von den etwa vorkommenden Verschiedenheiten istdie cigcnthiimlichstc die, dass das Wappenbuch der durchlauchtigen Welt (111.334)in das 2. Feld und auf den linken Helm rothes, gegen die linke Seile gekrümmtesLaubwerk setzt, an dessen Spitze sich drei runde rothe Früchte in Form einesKleeblattes finden.
Die Grafen v. Ronow und Rieberstein stammen aus einem derältesten böhmischen Häuser, dessen Glieder, seil 1003 dem böhmischenIle'rrenslande zugehörig, unter dem Namen Howora (Hovora) vorkommenund die ersten Aemter des Landes bekleideten. Die Familie soll, nachBaihin und Beckler, im 5. Jahrhundert aus Slavonien nach Böhmengekommen sein, und der erste bekannte Stammvater soll, im Anfange des11. Jahrhunderls Jägermeister des Herzogs Jaromir in Böhmen, denselbenaus Mürderhiinden errettet und deshalb vom Kaiser Heinrich II. dasWappen in Gold mit den schwarzen Aeslen erhalten haben. Im 12. Jahr-hunderte entstanden durch drei Söhne des Gieba v. Howora, welche sichnach ihren Schlössern nannten, drei Linien. Die erste Linie stiftete umdas Jahr 1140 Zuislav v. d. Leipe , welche mit Zdenko Howora v. d.Leipe 1683 erlosch; die zweite: Jaroslav v. Ronow , so genannt voneinem Schlosse im ßunzlauer Kreise, und die dritte: Smilo v. d. Leuch-tenburg , von welcher letzteren, zu Ende des 16. Jahrhunderls erloschenenLinie Einige die einst so berühmte Familie derer v. Berka, Freiherrenv. Duha und Leipa, abteilen. — Jaroslavs v. Ronow Enkel, Smilo , wurde1216 Rath des Königs Ottocar, und Smilos Enkel, IIinko , war königl.Truchsess. Von den Söhnen des Letzteren stiftete, wie Einige annehmen,Otto v. ltonow, Herr zu Ilenburg, eine eigene Linie (s. Bd. I. S. 226),Johann v . Ronow alter setzte den Stamm seines Namens fort. SeitLetzterem, welcher sich Johann Krzinczky v. Ronow nannte, führtenalle Nachkommen bis zu dem ersten Grafen von einer höhnt. Landschaftden Beinamen Krzinczky und zum Andenken an den König Johann vonBöhmen, welcher der gesammlen Familie 1336 das Erbmarschallamtdes Königreichs Böhmen verlieh, trugen alle männlichen Glieder desGeschlechts den Vornamen Johann. — Johann Albrecht Krzinczky, Frei-herr v. Ronow, Direclor der böhmischen Stände, starb 1621. Dergleichnamige Sohn desselben war 1615 Reclor Magnilicus der UniversitätPrag und venu, sich 1620 mit einer Freiin v. Hodkow, welche, nachdem Tode ihres Gemahls, mit ihren beiden Söhnen, Johann Adam undJohann Albrecht , der Religion wegen, mit Hinterlassung aller Herr-schaften, sich aus Rühmen wegbegab und zuerst nach Schlesien, dann nach
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