GRAFEN V. REICHENBACH-GOSCHDTZ.
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lebte noch 1364; Gemahlin: Jutta v. Panwitz.— Stephan , erbte Peter-witz, lebte noch 1412; Gemahlin N. N. v. Zedlitz aus dem Hause Leipe.
— Heintze , filrstl. Landeshauptmann zu Münsterberg 1450; die Gemahlinstammte ebenfalls aus der Familie v. Zedlitz-Leipe. — IIeintze (II.)v. R., Bieler genannt (der Beiname „Bicler" gehörte der anderen Liniedes Hauses, wurde aber von IIeintze, zweifelsohne zum Zeichen, dassdie gesammte Hand bereits errichtet sei, angenommen); Gemahlin:v. Nimptsch aus dem Hause Rtthrsdorff. — IIeintze (III.), Bieler genannt,geh. 1508, gest. 1557, Landeshauptmann der Fürstenlhümer Schweidnitzund Jauer; Gemahlin: Margaretha v. Hohberg aus dem Hause Fürstenstein.
— Christoph , von und auf Rudelsdorf, geb. 1558, gest. 1616; Gemahlin:Susanna v. Niemitz aus dem Hause Jungferndorf, gest. 1622. —Heintze (IV.) oder Heinrich , geb. 1590, gest. 1660, Oberrechtsbeisitzerund Landesällester der Fürstenthümer Schweidnitz und Jauer, Herr aufSieheneichen etc.; erste Gemahlin: Lucretia Schlick, Grälin zu Passauund Weisskirchen, Ellbogen und Neudeck, verw. v. Hohberg, verm. 1610,gest. 1613; zweite Gemahlin: Hedwig v. Zedlitz, verm. 1618, gest. 1621;dritte Gemahlin: Margaretha Ursula v. Tschammer und Osten, verw.v. Mühlheim, verm. 1627, gest. 1644. —• Oswald Heinrich , Freiherr,geb. 20. Aug. 1633, gest. 14. April 1715, d. h. R. R. Ritter, Herrder Herrschaft Siebeneichen; zweite Gemahlin: Johanna Helena v.llohrund Stein, verm. 18. Febr. 1699, gest. 28. Aug. 1758. — HeinrichLeopold , Graf, mit welchem weiter unten, nach den hier RöthigenAngaben über die der Familie zu Theil gewordenen Erhebungen etc.,die nähere Abstammung der jetzigen Familienglieder beginnen wird.
Die grossen Verdienste der Familie fanden vielfach gerechte Aner-kennung. Heintzes (IV.) oder Heinrichs beide Söhne aus dritter Ehe:Christoph Heinrich , geh. 31. Jan. 1631, gest. 4. April 1715 — welcher,was für die National-Sittengeschichte der ersten Hälfte des 17. Jahr-hunderts nicht uninteressant ist, 45 männliche und 39 weibliche Pathenhatte — und Oswald Heinrich erhielten vom Kaiser Leopold I. denReichsfreiherrenstand. Nach Einigen soll der ältere Bruder, nach Anderender jüngere Bruder zuerst dieser Erhebung theilliaft geworden sein. Amrichtigsten ist wohl die Annahme, dass Beide zugleich den Freiherren-sland erlangten und zwar 1678, und nicht, wie bisweilen bestimmt wird,1665. Das Diplom ist in keinem Archive aufzufinden, soll aber sowohlüber den Freiherrenstand, als über des h. R. R. alten Ritterstand aus-gefertigt gewesen sein. Was letzteren anlangt, so niuss es auffallen,dass man den Titel: des heiligen Rom. Reichs Ritter, nur dem FreiherrnOswald Heinrich, und nicht dem Freiherrn Christoph Heinrich beigelegtfindet. — Die zwei Söhne des Freiherrn Oswald Heinrich, HeinrichLeopold und Christian Heinrich (IL), wurden vom Kaiser Carl VI.10. März 1730 in den Reichsgrafenstand erhöhen. Graf Heinrich Leopolderkaufte die später als Fideicommiss und Majorat bestimmte HerrschaftCoschütz, wurde 26. Febr. 1737 Ritter des Johanniter-Ordens, erhielt6. Nov. 1741 vom Könige Friedrich II. von Preussen das General-Land-Postmeisteraml durch das souveraine Herzogthum Schlesien, welche