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GRAFEN V. REHBINDER.
und Eslhland, so wie in Schweden verbreitet hat. Als GottschalckRehhinder 1620 vor der kurländischeii Ritterbank erschien, hat derselbe„seines Geschlechts Ankunft in diese Lande angegeben aus dem Nieder-lande" (wobei llupel daran erinnern zu müssen glaubt, dass vormalsWestphalen und Niedersachsen, im Gegensatze von Franken, Schwaben,Bayern etc., das Niederland genannt worden sei). Sein UrältervaterGehrdt sei vor 206 und mehr Jahren, wegen Wohlverhaltens, mit Lassenim Ditnaburgschen und mit zwei Höfen im Ueberditnschen belehnt worden,und es sei Jedermann bekannt, dass die Rehbinder ein gutes altadcligesGeschlecht wären und sich immer mit Töchtern adeliger Häuser ver-bunden hätten. Derselbe wurde hierauf, und nach seinen Ahnen, in dieerste Classe der notorischen Geschlechter eingezeichnet. Als llupelschrieb (1788) kam die Familie in Kurland nicht mehr vor. Sljernmann(1754) und Gezelius leiten das Geschlecht aus Westphalen her undmelden, dass dasselbe nahe an 700 Jahre in Kurland und Polen vor-komme, bedenken aber nicht, dass um diese Zeit in das heidnischeKurland keine christliche Familie aus Westphalen eindringen und sichohne Hülfe eines Ritterordens dort hätte hallen können. Was Lieflandbetrifft, so slehL nach llupel nur fest, dass der Rittmeister Heinrich —Sohn Heinrichs und Enkel Wilhelms, Beide Herren auf Lassen, Lassen-heck und Brunnen, — gegen Ende des 16. Jährhunderts sich in Lieflandansässig gemacht habe, wogegen Gauhe angieht, dass schon Gotthard
— Sohn des Ritlers Johann — vom König Sigismund August inPolen dem Herzog in Kurland zur Wiedereinsetzung in die ihm ent-zogenen, vom König gekauften Güter in Liefland empfohlen worden sei.
— Der Enkel des erwähnten Rittmeisters Heinrich war der sogleichnäher aufzuführende Freiherr Heinrich, dessen Nachkommen sich nament-lich in Eslhland ausgehreitet haben.
Heinrich v . Rehhinder, geb. 1604, gest. 1680, k. schwed. General-Major und Gouverneur von Finnland, wurde vom König Carl XI. vonSchweden 12. Febr. 1680 in den. schwedischen Freiherrensland erhoben,wobei, zur Erinnerung an seine zehn, im schwedischen Kriegsdienstebefindlichen Söhne, zehn Sterne dem Mittelschilde des Wappens zugesetztwurden. Von Heinrichs Enkeln machte sich Bernhard Otto, Freiherr,geh. 1662, gest. 1742, als k. sardin. Feldmarschall bekannt, und OttoMagnus , Freiherr, geh. 1728, gest. 1792, herz. Sachsen-weimarischerKammerherr und Geh. Rath, Herr auf Uddrich, Loewenwolde, Körrendack,Sack, Kurritzar und Mönnikorb in Eslhland, wurde vom Kaiser Joseph II.22. Juni 1787 in den Reichsgrafenstand erhohen. Derselbe war zuerstmit Agnela v. Bislram und später mit Sophie Freiin v. d. Pallien ver-mählt, und hinterliess drei Söhne: Gustav Dietrich, Otto Magnus undCarl Friedrich , von welchen Otto Magnus, Ritter des St. Johanniter-Ordcns mit der Hemmende auf Bietzen, Herr auf Wannemois, unvermähltstarb, Gustav Dietrich aber und Carl Friedrich das Geschlecht fort-pflanzten.
Graf Gustav Dietrich , geb. 1756, gest. 1826, Kreis-Adels-Marschalldes wierschen Kreises, Herr auf Uddrich, Mönnikorb clc , vermählte sich