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2 (1853) L - Z
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GRAFEN V. QUART - WYICRABT.

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einen silliernen Schwan auf einem grünenden Hiigcl in Blau. Im rotlien Schildes-fusse gewahrt man zwei silberne Schlüssel und im Mittelschilde zwei silberne Sparren.Auf dem Helme steht zwischen zwei rothen, mit den Balken belegten Adlersfliigelnein wachsender silberner Bär. Die Helmdecken sind roth, silbern und golden, undals Schildhalter stehen zwei Bären mit Fahnen: eine Beschreibung, die freilichsehr von der Angahe des Wappenbuchs des Königreichs Württemberg abweicht.

Sehr alles, nach den meisten Angaben ursprünglich westphälischesGeschlecht, welches in Jülich, Geldern und Cleve grossen Grundbesitzerlangte und seit 1803 auch im Königreiche Württemberg begütert ist,Einzelne Zweige der Familie verbreiteten sich schon in früher Zeit inden Erzstiftern Trier und Cüln, und Fahne, welcher Quad schreibt, hältdemgemäss das Geschlecht für ein ursprünglich cölnisches, welches einenCharakternamen trage, und gieht an, dass man selbst noch 1337 Gerardder Quade, d. i. der Widerspenstige, lese. Die ordentliche Stamm-reihe fängt Peter v. Quadt, geblieben 1346 in der Schlacht bei Stavaren,an. Von den Söhnen desselben stiftete Wilhelm die Linie zu lluschfeld,und Luther die Linie zu Thomberg und Vorst, ausser welchen sich jedochim Anfange des 15. Jahrhunderts noch die Linien zu Isengard, Lands-kron, Hardenberg, Roide, Hundscheid und Quadt-Wykradt zu Stadeckund Alsbach, zu Zoppenbroch und später zu Hüchlenhrock bildeten, vonwelchen aber neuerlich nur die Linie zu Hüchtenbrock in Preussen unddie hierher gehörige Linie zu Wykradt, jelzt Isny, die Hauplstämme bildeten.Letztere führt den Namen von der 1 502 von Adolph v. Quadt erkauftenHerrschaft Wykradt, und den aus dieser Linie stammenden BrüdernWilhelm Thomas und Johann Adolph Quadt von Wykradt und Landskronwurde 14. Febr. 1664- vom Kaiser Leopold 1. die Freiherrenwürdeerneuert und bestätigt, nachdem schon früher Dietrich v. Quadt zu Wykradt,gest. 1590, das Erbdrost- und Erbhofmeisteramt des FürstenthumsGehlern und der Grafschaft Ziilphen erhalten hatte. Wilhelm OttoFriedrich Freiherr v. Quadt zu Wykradt erhielt vom Kaiser Franz I.

17. April 1752 den Reichsgrafenstand, und wurde in Folge des Besitzesder reichsumnillclbaren Herrschaft Wykradt und der um die Milte des

18. Jahrhunderts erworbenen reichunmittelbaren Herrschaft Schwanenburgin das westphälische Grafencollegium aufgenommen. Wykradt und Schwa-nenburg kamen durch den Lüneviller Frieden an Frankreich, worauf dieFamilie im Deputalionsrecess von 1803 mit der Reichsstadt Isny imDonaukreise des Königreichs Württemberg, nebst der dortigen ReichsabteiSt. Georg und einer auf Ochsenhausen begründeten Jahresrente entschä-digt und an das schwäbische Grafencollegium gewiesen wurde. DieRheinbundacte ordnete 1806 Stadt und Herrschaft slandesherrlich derwürttemb. Staatshoheit unter. Ausser der Herrschaft Isny besitzt dieFamilie noch mittelbare Güter und Herrlichkeiten in der niederländischenProvinz Geldern und Lehngüter und Grundstücke im Königreich Rayern.Die staatsrechtlichen Verhältnisse in Württemberg sind durch königlicheDeclaralion vom 8. Mai 1827 bestimmt.

Die Abstammung der jetzigen Glieder der Familie ergiebl nach-stehende Ahnentafel: Friedrich Wilhelm , Freiherr, Sohn WilhelmBertrams aus der Ehe mit Maria v. Gent geb. 15. Nov. 1682,