Druckschrift 
2 (1853) L - Z
Entstehung
Seite
220
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(Wappen der Aschauer). Rechts unter Roth eine votn unteren Rande aufsteigendesilberne, schwarz ausgefugte, Mauer mit zwei Zinnen (Preysingsches Stammwappen);links (juergethcilt, oben silbern ohne Rild, unten in Rlau drei (2 und 1) sechs-eckige goldene Sterne (Wappen der Herren v. Freiberg zu Aschau). Auf demSchilde erheben sich drei gekrönte Helme. Auf dem rechten Helme steht einrechtssehender gekrönter Sittig mit rothem Halsbande zwischen zwei Riillelshörnern,von welchen das rechte silbern, das linke schwarz ist. Das silberne Horn ist aus-wärts mit sechs schwarzen, das schwarze aber mit sechs silbernen Kleeblätternbesteckt (Helm des Stammwappens), doch sind Siltig und Kleeblätter, zum 1-Iclm-schmuck der erloschenen Linie Preysing-Wolnzach gehörig, erst später hinzugekommen.Der mittlere Hehn trägt einen rechtssehenden gekrönten schwarzen Adler mit gol-denen Wehren und ausgebreiteten goldenen Flügeln (Hehn der Aschauer), und derlinke sieben silberne einwärtsgebogene Straussenfedern (Helm der Freiberge zuAschau). Die Helmdecken sind rechts rotli und silbern und links blau und silbern.

Wappen der erloschenen Linie im Moos: quadrirter Schild mit Mittelschild.Im goldenen Mittelschilde ein gekrönter, golden bewehrter schwarzer Adler, t und4 unter Roth eine silberne, schwarz ausgetilgte Mauer, oben mit zwei Zinnen(Stammwappen), 2 in Gold ein schwarzer Querbalken und im Fusse ein schwarzerDreiberg, und 3 in Schwarz drei quer übereinanderliegende, mit den Stielen rechtsgewendete Eichenblätter (älteres und neueres Wappen der Aichherger). Den Schilddecken drei gekrönte Helme. Der Schmuck des rechten Helmes wie hei der Liniezu Hohenaschau, nur sieht der Sittig einwärts, und anstatt der die Aussenseiteder Horner besteckenden Kleeblätter nehmen Einige Eichenblätter an. Der mittlereHelm trägt den zweiköpfigen Reichsadler mit der darüber schwebenden kaiserlichenKrone, und der linke Helm einen hohen heidnischen goldenen Hut mit schwarzemAufschlage. Den Hut besetzt eine Krone, welche mit 6 Pfauenfedern, 3 und 3,besteckt ist (Aichbergerscher Helm). Die Helmdecken sind rechts roth und silbern,links schwarz und golden.

Wappen der Linie von Lichtenegg: quadrirter Schild; 1 und 4 unterRoth die oben beschriebene silberne Preysingsche Mauer; 2 und 3 in Roth einezwischen zwei silbernen Hügeln in die Höhe steigende silberne Spitze (Wappender erloschenen Familie v. Tannhergl. Den Schild decken drei gekrönte Helme.Der Schmuck des rechten Helmes stimmt mit dem der Linie im Moos. Der mittlereträgt den roth bekleideten Rumpf eines härtigen allen Mannes, welcher eine rolhe,silbern aufgestülpte Mütze auf dem Kopfe hat, auf der eine Krone steht, welchesechs Hahnenfedern, von denen drei rechts, drei links wehen, trägt (TannbergscherHelm). Auf dem linken Helme stehen zwei mit den Köpfen unter sich gekehrteund auswärts gewendete silberne Fische. Die Helmdecken sind rechts schwarzund silbern, links silbern und rollt.

Sehr altes, ursprünglich hessisches Geschlecht, aus welchem, nachBticeliiii, Glieder 942 dem Turniere zu Rotenburg und 996 zu Braun-schweig beiwohnten. Schon vor 1100 kam die Familie nach Bayernund gründete das Stammschloss Alten-Preysing zwischen Landshut undMosbach an der Isar. In späterer Zeit breitete sich dieselbe auch inOesterreich, wo sie die Herrschaft Orth erwarb, sowie in Schlesien aus. Hie Theilung in die drei Linien Kronwinkel, Kopfsberg undWolnzach, welche beide letzteren lange erloschen sind, erfolgte infrüher Zeit, Die Linie Kronwinkel zerfiel in drei Aeste: im Moos,Hohenaschau und Lichtenegg. Der Freiherrenstand kam indie Familie, welche auch das Erbschenkenamt im Ilerzoglhume Bayernund im Hochstifte Freisingen erlangt hatte, durch Diplom des KaisersFriedrich III. 1465 in der Person Johann Alberts , welcher als herzogl.bayer. Rath und StadtoberriclUer zu Landslmt 1518 starb. Der

Grafenstand gelaugte durch

drei Erhebungen

in alle drei Aeste der