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grafen v. paar.
schwebenden kaiserlichen Itauskrone. — Wie angeführt, geben die Supplemente zuSiehmachers Wappenbuche (IX. Ii, den Schild mit dem Fiirstenhute bedeckt, dasWappen der Fürsten v. Paar, und so führen jetzt nach mehreren neueren Lack-abdrücken die Grafen v. Paar den mit einer Grafenkrone bedeckten Schild. — DerGeneal.-hislor.-statislische Almanach (Jahrg. 1832, p. 452) giebt den Pfahl als rotbenStänder in der Mitte des Schildes und setzt in das 1. und 4. blaue Feld des Schildesdrei goldene Wellen. — Das Wappenbuch der durchlauchtigen Welt (IV, 521) giebtdas Wappen der Grafen v. Paar, wie folgt, an: quadrirter Schild mit Mittelschild.Mittelschild der Länge nach gethcilt; rechts quergetheilt mit einem goldenen Quer-balken, oben in Silber eine rothe Hose, unten in Silber drei schrägrechte, rotheBalken; links in Roth ein einwärtsgekehrter, silberner Schwan. 1 und 4 in Goldein linkssehender, schwarzer Adler; 2 und 3 in Roth drei scbräglinke, blaueBalken. Den mit der Grafenkrone gekrönten Schild trägt auf der Brust der dop-pelte, schwarze, oben näher beschriebene Reichsadler, doch finden sich noch viel-fache andere Abweichungen desselben vor. Das Wappenbuch der österr. Monarchie(V, 41) z. B. theilt die rechte Hälfte des Miltelschildes quer und setzt in den oberen,wieder qucrgetheilten Theil in Silber eine rothe Rose, in den unteren in Gold einganz eigenes streifartiges Wappenbild, dem Anscheine nach eine querlicgende undrechts gewendete Schlange, unten aber in Roth drei schrägrechte, silberne Balken.In der linken Hälfte des Miltelschildes erscheint der silberne Schwan in Silber (!)Feld ,1 und 4 zeigen in Gold drei blaue Querbalken, und 2 und 3 den schwarzenAdler etc.
Sehr altes, ursprünglich italienisches Geschlecht, aus welchemMarcus Belidorus Casnio (Cosnio) aus Bergamo, zur Zeit KaiserFriedrichs I., um das Jahr 1170, nach Einigen unter dem Namenv. Paar in rittermässigem Stande gelebt haben, nach Anderen von demgenannten Kaiser unter dem Namen v. Paar in den Freiherrenstanderhoben worden sein soll. Von den Nachkommen desselben erwarb sichPeter Joseph Freiherl- v. Paar bei Einführung des Postwesens in Oester-reich grosse Verdienste, und Kaiser Ferdinand I. bestätigte 1559 ihmund seinem Bruder, Johann Baptist , die vom Kaiser Maximilian I. erhal-tenen Privilegien. Johann Baptist erwarh die Herrschaft Hartberg inSteiermark und erhielt 1570 vom Kaiser Rudolph II. für den jedes-maligen Gesehlechlsältesten das Erbland-Postmcister-Amt in Steiermark.Dem Sohne desselben, Johann Christoph , Freiherrn v. Paar zum Krotten-slein und Ilartberg, k. k. Rath, Kämmerer und Erbland-Postmeister inSteiermark, verlieh Kaiser Ferdinand II. 4. Sept. 1624 das Oberst-llof-Postmeister-Amt in den Erbkönigreichen Ungarn und Böhmen, so wieim Erzherzogtum Oesterreich oh und unter der Ens, von Neuem alsMannslehn, und sein Sohn, Carl , Reichsgraf v. Paar, verm. mit Fran-ziska v. Schwanberg, Erblochler, pflanzte den Stamm dauernd fort.Des Letzteren Sohn, Carl Joseph , geb. 1654, gest. 1725, überliess1720 gegen ein GelS-Aequivalent der kais. Hofkammer die Einkünftedes Oberst-Erbland-Postmeister-Amtes, behielt jedoch den Titel und dieoberste Leitung des Postwesens bei. Von Carl Josephs Sohne, JohannLeopold , geb. 1693, gest. 1741, stammle Johann Wenzel , geb. 1719,gest. 1792, welcher 5. Aug. 1769 für sich und seine Nachfolger denReichsfürstensland nach dem Rechle der Erstgeburt erhielt. — Die Be-sitzungen des Hauses sind oben genannt worden.
Jetzt führen von dem Hause Paar nur noch die drei Brüder desFürsten Carl: Alfred, Wenzel und Ludwig Jobann Baptist Emanucl den