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2 (1853) L - Z
Entstehung
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157
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GRAFEN V. NIMPTSCH.

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von Blau und Roth quergetheilt, und in der oberen blauen Hälfte sieben aufrechtaneinander zwei Straussenfedern, von denen die rechlc golden, die linke schwarzist. Nach neueren Angaben zeigt Feld 1 und 4 in Silber zwei rothe Pfähle,und vor denselben in der Milte zwei goldene Kronen über einander, von denen dieobere gestürzt ist. Feld 2 ist von Gold und Rlau quergetheilt mit einem aufge-richteten Wolf von natürlicher Farbe, welcher mit seinen Vorderläufen einen roth-gefiederten Pfeil zerbricht, und 3 von Blau über Schwarz quergetheilt mit eineinsilbernen, linksgekehrten Drachen mit ausgebreiteten Flügeln und einwärtsgewunde-nem Stacbelschwanze. (Die zwei rothen Pfähle im 1. und 4. Felde und das Wappen-bild des 2. Feldes erinnern an das Wappen der Freiherren v. Fürst und Kupfer-berg). Das Wappenbuch der österreichischen Monarchie (V. 19) giebt im 2. Feldein Blau den goldenen Greif mit gewundenem gewöhnlichen Schweife über einemrothen Feldcsfusse, setzt im 3. Felde über einem rothen Feldcsfusse in Blau einenBusch von zehn Hahnenfedern, deren rechte Hälfte von fünf Federn silbern, dielinke schwarz ist, und stellt auf den mittleren Helm einen eben so lingirten Buschvon vierzehn Hahnenfedern, von denen die rechtsgekehrten sieben silbern, die links-gekehrten schwarz sind.

Sehr altes schlesisches Geschlecht, welches nach älteren Schrift-stellern aus Pölert, und zwar aus dem alten Hause Boneza, stammensoll, welches letztere nach Oltolski mit Clemens, Bischof zu Kruschwic,994 aus Italien nach Polen gekommen ist, und in dem Bruder diesesBischofs, Bonificius, welcher in Polen abgekürzt Boneza genannt wurde,den Stammvater erhielt. Ein Nachkomme desselben wendete sich nachSchlesien und erwarb das Dorf Alt-Nimptsch im Briegischen, welchesälter als die 1152 erbaute Stadt Nimptsch sein soll, und von dieserBesitzung wurde der Name: Nimptsch angenommen. Nach Sinapiuswar Johann v. Nimptsch 1314 Prälat zu St. Johannes in Breslau, undConrad führte 1353 dem Kaiser Carl IV. die Tochter Heinrichs, Herzogszu Jauer, als Gemahlin zu. In demselben Jahrhunderte überliessenLorenz und Hans, Gebrüder, ihre Besitzungen im Biesengehirge: Warm-brunn, Schmiedeberg etc., an die Gotsche Schaff, die Vorfahren der jetzigenGrafen v. Schaffgolsche. Urban kommt 1590 als Landes-Kanzler zuSchweidnitz und Jauer vor, und der Bruder desselben, Friedrich , Herrauf Roversdorf, starb 1619 als Ober-Steuer-Einnehmer der Ftlrsten-thümer Schweidnitz und Jauer. Dieselbe Stelle bekleidete der Sohndesselben, Johann , auch des Landrechts Beisitzer und gest. 1651. DerSohn des Letzteren, Johann Friedrich (I .), k. k. Rath, General-Majorund Landeshauptmann zu Jauer, wurde vom Kaiser Ferdinand 11. mitseinem Bruder Sigismund in den Reichsfreiherrenstand erhoben. VonErsterem stammte Johann Friedrich (IL), Freiherr zu Oelse, Herr zuUllersdorf, und der Fürstenlbümer zu Jauer und Schweidnitz Landes-hauptmann, von dessen Sühnen Johann Heinrich , Landeshauptmann desFürstenthums Glogau und k. k. Rath, gest. 1726, mit seinem Bruder,Friedrich Leopold, vom Kaiser Leopold I. zu Ende des 17. Jahrhunderts nicht 1732 den Reichsgrafenstand erhielt. Von Johann HeinrichsSöhnen pflanzte Christoph Ferdinand , Herr zu Oelse, Ober-Rechts-Bei-silzer der Fi'irstenthümer Schweidnitz und Jauer und seit 1736 k. k.Geh. Rath, das Geschlecht dauernd fort.

Auf Grund einer von v. Schönfeld gegebenen Ahnentafel der GräfinMaria Philippine v. Nimptsch, vermählten Gräfin v. Allbann, geb. 1. Mai