Druckschrift 
2 (1853) L - Z
Entstehung
Seite
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graf b® v. lyn au.

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Graten v. Lynar.

©uaitgclifdp fJteitßeit.

Besitz: die Slandesheirschnfl Lübbenau in der Niederlausitz.

Wappen: Schild quadrirt; 1 und 4 in Blau ein silberner, schwarz aus-gefugter Zinnenthurm mit schwarzem Thor und in der Mitte mit zwei Fenstern.Aus jeder der drei Zinnen ragt eine rothe Rose an einem zweibliilterigen Stielehervor. 2 und 3 in Gold eine einwärtsgekehrte, dreimal senkrecht sich windendeblaue Schlange, welche im Rachen drei weisse Lilien hält. Auf dem Schilde stehenzwei gekrönte Helme. Her rechte Helm trägt den Zinnenthurm mit den Rosen des1. und 4. Feldes, der linke die Schlange mit den Lilien des 2. und 3. Feldes.Die Decken des rechten Helmes sind blau und silbern, die des linken blau undgolden, und den Schild halten zwei auswärtssehende Löwen von natürlicher Farbemit durch die Beine geschlagenem Schweife. Anstatt der Rosen und Lilienwerden auch Flachsbliithen von natürlicher Farbe angegeben.

Uraltes, ursprünglich aus Italien stammendes und daselbst unterdem Namen Linari schon 1168 blühendes Geschlecht. Im genanntenJahre wurde nämlich, nach Savioli, Giovanni Linari zu einer Conventionzwischen den Republiken Bologna und Faenza gezogen, ßertoldo GrafLinari besass die an der holognesischen Grenze hei Faenza gelegeneunmittelbare Grafschaft Linari mit dem befestigten Schlosse und wurde1207 nach langem Kriege mit dem Grafen Ranglo de Monte Feltro zumFrieden gezwungen. Miglior di Linari brachte das Castell 1330 wiederan sich und befestigte dasselbe aufs Neue. Derselbe hinlerliess vonseiner Gemahlin, welche aus dem herzoglichen Geschlechte Forlimpopolistammte, den Grafen Johann Linari, welcher, weil er Faenza beige-standen habe, von den Florentinern in seinem Schlosse belagert wurde.Durch Verrätherei fiel das Castell und wurde geschleift. Johajni hinler-liess den Grafen Benedict, und von diesem stammte Baptista Guerrino,verm. mit einer Gräfin ßentivogli und gest. 1416. Die Nachkommendes Letzteren nannten sich nach seinem Taufnamen Guerrino und ent-sagten während der republikanischen Stürme der Grafenwürde und demGeschlechtsnamen, behielten aber das alte Wappen hei. Später nahmRochus der Sohn Johann Baptista Guerrinos, Enkel Gabriels und