54 GRAFEN V. LORSCH.
Grafen v. Iioescli.
Sotholifd). öcijjmi.
Besitz: Das Slammgul Hilkerlliauseo elc.
Wappen: quadrirter Schild mit Mitlelscliild. Im rotlicn Mittelschild zweisilbe rne, rückwärts gegen einander gekehlte, aufrechtstehende Streitäxte; nach Ein-zinger v. Einzing: Metzgersbeile (Stammwuppcn). 1 und 4 in Gold zwei blaue,heraldisch richtiger rothe, quer übereinander liegende Geweihe eines Hirsches von10 Enden (wahrscheinlich wegen des Besitzes der Hofrharkt Hirschenhausen); ,2 und3 von Silber und Blau der Länge nach getheilt mit drei (1 und 2) goldenen Lilien(Kockerilz; hei Erhebung in den Freiherrenstand hinzugekommen). Auf dem Schildestehen über der ßrafcnkrone drei Helme, von denen der mittlere und linke gekröntsind. Auf dem rechten ungekrönten Helme erbebt sich ein blauer hoher Hut, des-sen goldene Stülpe mit 9 blauen Knöpfen, fünf und vier, belegt ist. Oben auf demHule liegt eine goldene Krone, welche mit 5 Straussenfedern, wechselsweise blauund silbern, besteckt ist. Aus dem mittleren Helme wächst zwischen den silber-nen Streitäxten des Mittelschildes ein roth bekleideter männlicher Bumpf mit ent-hlösstem Hals und Haupte empor; nach Einzinger v. Einzing ein roth gekleideterMetzgersbursche (Helm des Stammwappens); und der linke Helm trägt zwei Biiffels-liörner, von denen das rechte silbern, das linke blau ist, zwischen welchen einegoldene Lilie schwebt (Köckerilzscher Hehn). Die Decken des rechten Helmes sindblau und golden, die des mittleren roth und silbern, und die des linken blau undsilbern, und den Schild lullten zwei auswärtssehende goldene Greife.
Altes, ursprünglich fränkisches, urkundlich schon 1257 vorkommen-des Rittergeschlecht. Wilhelm Loesch kam, nach Einigen aus Franken,nach Anderen aus Oesterreich, 1470 nach Bayern, worauf sich in die-sem Lande die Nachkommen desselben bald weit verbreiteten, grossenGrundbesitz erlangten , und zu den höchsten geistlichen und weltlichenWürden kamen. Wilhelms Sohn, Auguslin (auch August), bayer. Canz-ler, und wegen treuer Anhänglichkeit an den Glauben der Väterberühmt, erwarb 1518 das Stammgut Hilkertshausen (Hilgertshausen) :eine Annahme, welche miL Bucelini nicht stimmt, welcher mit WilhelmLoesch von Hilgarlshausen, und zwar um das Jahr 1440, die Stamm-reihe der Familie beginnt. Augustins Sohn Leo , Domherr zu Freysing