XVI DIE MEDINGER HANDSCHRIFT
die Eintheilung in Abschnitte sowie die Interpunktion, zuder M selbst gute Ansätee zeigt, von mir herrühren. Aufdie hie und da willkürlich gesetzten Majuskeln habe ichnicht Rücksicht genommen, bekannte Abkürzungszeichen ivic— und ' meist stillschweigend aufgelöst. Im Einzelnen ver-weise ich auf die Zusammenstellung der sprachlichen Eigen-thümlichkeitcn.
An jüngeren Abschriften von M ist kein Mangel. Nochheute befinden sich in Aledingen drei im Ganzen wortgetreueCopien aus den Jahren 1676. 1687. 1728. Eine von diesen l )benutzte Lechner für seinen Bericht, vgl. Lechner a. a. 0.148 n.\ stellenweise (vgl. z. B. 225 n. 2 mit Oftenb. 3, 21;270, 25 mit Offenh. 69, 18) berührt sieh sein Text mit denLesarten von m. Auch die gleich zu erwähnende Hand-schrift l ist, was die Offenharungen betrifft, nichts anderesals eine Abschrift von M. Irrthümlich dagegen wird imEbnerschen Archiv zu Nürnberg (richtiger auf SchlossEschenbach) eine Abschrift unserer Handschrift vermuthet(Preger Zs. f. d. hist, Theologie 1869, 96 und Der kirchen-politische Kampf unter Ludwig dem Baier 44 n., vgl. auchLechner 149 n.): der Codex HO der Ebnerschen Bibliothekist zwar bezeichnet 'Lebensbeschreibung und Erscheinungender Margaretha Ebner, enthält aber die Offenbarungen Chri-stinas von einer Hand des 15 Jahrhunderts — auch dieNotiz, jener Codex sei im J. 1461 geschrieben, beruht aufIrrthum — und ist seinem Inhalte nach von Lochner inseiner Schrift über Christina Ebner benutzt 2 ). — Heumanns
1) Die Cilate bei Lechner sind die Blattzahlen von M.
2) Lochner hat seiner Schrift zwei Handschriften des EbnerschenArchwes zu Grunde gelegt, Leben und Gesichte der Christ. Ebnerin 40/.Die dort zuerst genannte aus dem Jahre 1721 trägt die Bignatur 89;die zweite 91 ist moderne Abschrift von 90. Durch die Güte des Frei-herrn Carl Ebner von Eschenbach wurde mir die Benutzung der dreiCodices ermöglicht. Durch die Vergleichung dieser Handschriften mitder Stuttgarter kann ich nun meine AL S. IX Anw,, ausgesprochene Ver-mulhung dahin berichtigen, dass tvol von Cod. 90 in der Stuttgarter Es.eine Copie vorliegt, dies aber nicht bei Cod. 89 der Fall ist; letzterer