92 Zweite Abtheilung.
von denen drei den Namen Walther führten*)- Einer dieserWalther, so wie dessen ältere Brüder Albrecht und Gebhard habenden Stamm in Geschlechtern fortgepflanzt, die einen andern Namenführten.
Albrecht, nach seinem Grossvater mütterlicher Seits (Albrechtsdes Bären Sohn benannt) setzle in älterer Linie den Stamm derEdlen von Arnstein fort. Ihm sowohl, wie seinem Bruder Geb-hard wird hin und wieder der gräfliche Titel zu Theil **), welcher
mei Wichmanni, quem in eccl. b. Marie Magdeb. ad serviendum Deo ...obtuli nec non pro memoria patris mei Waltheri et matris mee Ermen-gardis, simulque liberorum meorum, dimisi prefate ecclesie — Advoca-tiain X mansor. in villa Salbeke (Leuckfeld antiq. Praemonstr. p.116.)und Conradus Misnensis et orientalis Marcbio fdias genuit sex . . .quinta Adela copulatur Daniae Suenoni, qui genuit ex ea Lucardam,et occiso a Danis Suenone, viduam ejus Albertus comes, AdelbertiMarcliionis filius duxit uxorem, genuitque ex ea Gertrudem, Waltheride Arnstein conjugem. (Append. cliron. Montis sereni ap. Mencken
II. 309.)
*) Im Jahre 1229 überlassen Walther, Dompropst zu Magdeburg ?Walther, Domherr zu Halberstadt, Albrecht, Gebhard und Walther,Gebrüder Edle von Arnstein dem Kloster Abbenrode das Dorf Reddin-gerode (Lentz Stiftshist. v. Halberstadt p. 141 aus Buddaeus Kloster-Chronik.)
**) In einem Urkunden-Extrakte von 1215 heisst es: Comite Al-berto et Gevehardo fratribus de Arnstein (Meibom serpt. rer Germ.
III. 162.). Nach Dieterich (hist. Nachr. v. d. Grafen zu LindowS. 16.) nennt die in dem von Gebhard gestifteten Dominikanerklosterzu Ruppin befindlich gewesene Gedachtnisstafel diesen comes; Riedel(cod dipl. I. Hpth. IV. 39) dagegen bloss Gevehardus de Arnstein; inderselben Gedächtnisstafel heisst es von dem Sohne des letztern: 1279obiit dominus Waltherus comes de Arnstein, qui imperio suc-cessit Gevehardo (ibid.). Auf eben diesen Wallher beziehen sich diefolgenden Aeusserungen späterer Chronisten: Do Gräfe von Arnsteinin einer Fcllslacht am tage Pauli des ersten Einsidels ist tot blieben(die czeit als Bischof Gunter sampt den Magdhurger, Margrafen Ottenhat gefangen) hat sich die Arnsteynische Grafschaft geendit (Monach.Pirnens. ap. Mencken II. 1612); . . und wurden etliche hundert imMarggräffischen Heer erschlagen, darunter auch ein Graff von Arnstein