Die Stammgenossen <ler Grafen von Val kenstein.
79
§. 9. Burggrafen von Querfurt.
Der mit Sophia, Gräfin von Mansfeld, vermählte Burggraf Bur-chard von Magdeburg hat, wie wir aus mehreren Urkunden er-sehen, einen gleichnamigen jüngeren Bruder gehabt. Mit diesemmuss er ein Abkommen der Art getroiren haben, dass er diesemdie Burggrafschaft überliess, sich selber jedoch den burggräflichenTitel vorbehielt, aber nach dem veränderten Wohnsitze von Qucr-furl sich nannte i*). Dieser Titel scheint sich aber auf seine Personeinzig und allein beschränkt zu haben.
§. 10. Die Grafen von Mansfeld, Querfurtschen
Slam ni e s.
Im Jahre 1229 starb mit dem Grafen Burchard von Mansfelddie ältere, von dem 1115 in der Schlacht am Welpesholze geblie-benen Grafen Iloyer abstammende Dynastie des Mansfeldschen Ge-schlechtes in der gräflichen Hauptlinie aus, während eine jüngere
*) 1230. Burchardus Burcliravius in Querenforde maritus Sophiae,und in derselben Urkunde Burchardus de Magdeburg (Moser's diplom.Belust. 6.), welches eben der jüngere Bruder des ersten ist (vergl. obenSeite 69.)
1231. Comes Adolfus de Scowenburg (,) buregravius de Queren-uorde (Niesert Münst. Urkb. II. 247.) Auf die fehlende Interpunk-tation, die den Sinn ändert, weiset bereits Moojer (Förstemann'sNeue Mittbeil. VII. Bd. 4. H. S, 99) hin. Die Auslassung des Vorna-mens finden wir auch:
1245. Burchgravius de Querenvorde. (Erath cod. dipl. p. 177.)
1247. Burchardus D. gr. castellanus Magdeburgensis, der jüngereder Brüder also; wahrend unter den Zeugen der ältere: dominus Bur-chardus frater ipsius castellani. (Ludwig rel. mspt. XI. 574. 575.)
1256. Burchardus de Quernvorde dictus burgravius et Burchardusfrater suus (ibid. I. 82).
1257. 13. Juni zu Quedlinburg: Burchardus burggravius de Quern-forde (Erath p. 209).
c. 1260. Burchardus Burchgravius de Querenvorde (ibid. p. 221).