Die Stammgenossen der Grafen von Val kenstein, 63
von dem es noch sehr zweifelhaft scheint, oh seine Gemahlin Ma-thilde geheissen*), sondern mit unserm Wilhelmus, comes de Lu-tisburch.
Friedrich, der seine kriegerische Laufbahn mit dem Mönchs-gewande verlauschte, und der ausdrücklich ein Neffe Dietherichs ge-nannt wird, halten wir für einen Bruder des zur Zeit der Stiftungdes Klosters nicht mehr lebenden Grafen Wilhelm von Ludesburch.Aellere Genealogen**) haben ihn mit dem durch sein kriegerischbewegtes Leben so ausgezeichneten Grafen Friedrich von Arnsbergverwechselt***). So gross nun dieser Irrthum auch ist, so bedürfendoch die mancherlei Beziehungen, in welche die Querfurlher Dynastiemit der Arnsbergischen gebracht wird, und die wir sämmtlichals völlig aus der Luft gegriffen nicht ansehen dürfen, noch garsehr der Beachtung und Aufklärung. Dahin gehört u. a. die An-nahme, dass des Kaisers Lothar Vater, Gebhard, der freilich irrigfür einen Sohn des Grafen Burchard von Querfurt gehalten wordenist, Graf zu Supplinburg und Arnsberg gewesen seif); die Be-hauptung ferner, dass eben jener Gebhard die Grafschaft Arnsbergseiner zweiten Gemahlin Hedwig, einer Tochter Herzog Otlo's, zuverdanken habe, und dass dieser zweiten Ehe die Grafen Simonund Friedrich von Arnsberg und Westerland (Westphalen?) ent-sprossen seien, so wie Kaiser Lothar selbst ihr Bruder und Grafvon Arnsberg genannt wird ff); die Nachricht ferner, dass Geb-hardt Gemahlin Hedwig eine Tochter des Grafen Friedrich vonVormbach, 1078 als Wittwe Dielrich's von Arnsberg gestorben
heim von LuxenLurg genannt, dies beruht jedoch (p. 133) lediglich aufeinem Druckfehler.
*) Kremer Gesch. des Ardenneschen Geschlechts S. 94.
**) Francke Historie der Grafschaft Mansfeld S. 165.
***) Das Beste über ihn Meyer in Wigands Archiv VI. 42 — 55.f) Hennings geneal. II. 102.ff) Franke Grafsch. Mansfeld S. 164. 165. 167.