Die Stammgenossen der Grafen von Valke 11 stein. 51
zunächst dem Schlosse und nachmaligen Cisterzienser NonnenklosterPlötzke an der Elbe bei Gommern seinen Namen zu verdanken hat,das dennoch füglich seine Entstehung und Namens -Uebertragungauf den gräflich Plötzkeschen Stammsitz an der Saale zurückzu-führen haben möchte, weil Uebertragungen der Art von Ortsnamenaus dem Sachsenlande in die Übereibischen Wendlande etwas sehrhäufig sich wiederholendes gewesen ist. Auch darauf dürfen wiraufmerksam machen, dass in beiden Geschlechtern die Namen Bur-chard und Bernhard wiederkehren. In den Siegeln dieser Herrenvon Plötze zeigt sich ein Querbalken *), der an die Balkentheilungenmehrerer Linien des dynastischen Stammes, den wir vor Augenhaben, erinnert. Von den Grafen von Plötzke besitzen wir freilichkeine Siegel.
§. 3. Die älteren Grafen von Otterfurt.
Die Grafen von Querfurt bilden den am weitesten verzweigtenAst der hier in Rede stehenden Stammgenossenschaft.
p. 492). "Wir haben schon an anderer Stelle (Märkische ForschungI. 211) darauf aufmerksam gemacht, dass alle bis zum Jahre 1220 nachOertern des Brandenb. und Havelberg. Sprengeis sich nennenden Ge-schlechter in einer änlichen Bevorzugung erscheinen, wie in spätererZeit die Schlossgesessenen von den Unbcschlossten sich unterscheiden,und dass bis zu dem erwähnten Zeitpunkte eben nur befestigte Oerterder bezeichneten Gegend es waren, nach welchen Familien sich nannten.1358 Fredericus senior et junior de Plolzik im Domk. zu Magdeburg.(Riedel c d. I. II. V. 105)
*) Bernardus miles dictus de Plozigk siegelt 1303 mit einem Wap-pen, welches im Schilde, wie auf dem Flügel des Helmes einen Quer-balken zeigt. Ein blosses Helmsiegcl von 1312 hat die Umschrift:+ S. Bernardi de Plozigke. Des Domherrn Friedrich Sieget von 1314hat die Umschrift: + S. Fredcrici d'. Plozik Magdeb. eccle. canoiciund zeigt den heiligen Mauritius; daneben Schild und Helm mit Balken.(Nach den im Magdeb. Provinzialarchive befindlichen Originalen Ab-zeichnungen auf der Kunstkammer.)