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Die Grafen von Valkenstein am Harze und ihre Stammgenossen
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Zweite Abtheilung.

wird *), Graf Bernhard nämlich und Markgraf Conrad ohne Leibes-erben verstorben sind, mit ihnen also der Mannesstamm des gräf-lichen Hauses Plötzke erloschen ist, leidet keinen Zweifel**); dasschliesst aber die Möglichkeit nicht aus, dass nicht früher schonvon dem Grafen Bernhard, dem Stifter des Klosters Hecklingen, aus,eine jüngere Abzweigung stattgefunden habe. Es zeigt sich näm-lich seit der Mitte des 12ten Jahrhunderts bis in die Mitte des 14tenein vornehmes, dem Anschein nach nie in Ministerial-Verhältnissenbefangen gewesenes Adelsgeschlecht von Plötzke***), das jedoch

*) 1112 Ducatus Ottoni de Ballenstad committitur marchia Elpe-rico (Annal. Hildesh, ap. Pertz V. 113.)

**) Helpricus duxit viduam Tlieoderici comitis de Catelenburch nomine Adhelam que genuit ei duos filios ßernardum et Conradum mar-cliionem, cui desponsata fuit fdia ducis Polanorum. Beruhardus fraterejus aeeepit uxorem de Bawaria et uterque sine liberis obierunt.(Annalista Saxo VIII. 767.)

Zwar finden wir: Timno miles de Plezege und Theodoricus dePlezege 1213; Tymo de Plezege 1215 hier ausdrücklich ministerialis ge-nannt; Tamo de Plezeg 1218 (Beckmann Anh. Hist. III. 312. 315.);diese gehören aber gewiss einem anderen Geschlechte an als folgende,die unter den Zeugen stets eine ausgezeichnete Stelle einnehmen: Euer-hardus et Hermannus de Plozeko 1160 (Gercken c. d. I. 11.); Bur-chardus de Plozeke 1186. 1187. 1194. 1204 1208 (Gercken Stiftshist.p. 375. 383. 392. 403. 406.); Hermannus de Plozeke 1187 (ibid. p. 380);Henricus de Plozeke 1293 an der Spitze der Zeugen (Erath p. 297);Bernhardus de Plozeke 1301 (ibid. p. 510.); Henricus et Bernhardusdicti de Plozk milites 1305 (Beckmann Anh. Hist. III. 188); allemAnscheine nach dieselben, von denen Bernardus de Plozek 1310 unmit-telbar hinter den Grafen ßurchard von Kevernburg und Günther vonLindow .zu Neu-Kalis als Zeuge erscheint, und Henricus de Ploczek1313 als magnus commendator zu Marienburg genannt wird (v. Lede-bur Neues Allgem. Archiv II. 252. 255.). Schon 1287 gehörte er demdeutschen Orden an: frater Hinricus de Plozk (Ludwig rel. V. 60.).In einer Zeit, wo nur Personen Edler, nicht ministcrialer Geburt Stellenim Domkapitel zu Magdeburg zu Theil wurden, erblicken wir unterlauter Personen unzweifelhaft dynastischer Abkunft Fredericus de Plo-zicli 1342 (v. Ledebur Allg. Arch. XVII. 278.) und als Domdechant1367 (Gercken c. d. IV. 515,). Vredehelmus de Plotzk 1-354 (Erath