Ueber die Grafen von Va 1 kenstein.
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hängende Schlofs Lauenburg denjenigen beigezählt, welche bei derLänderlheilung unter den Söhnen Heinrichs des Löwen 1203 demHerzog Wilhelm zu Theil wurde*); sondern wir erblicken auchin der Person eines gewissen Cesarius, der jener hohen Beamten-familie angehört, in deren Besitz sich sämmtliche BraunschweigischeErbämter befunden haben**), einen praefeetus oder Stadtrichterund Advocatus von Quedlinburg***); der jedoch, weil er nur Mi-nisterial war, nicht als Obervoigt, der im Namen des Kaisers seinAmt verwaltete, sondern nur als ein im Namen der Herzöge vonBraunschweig die vogleiliclien Functionen verwaltender Unterbeamteranzusehen ist. Auch er mufs seinen Wohnsitz auf der Lauenburggehabt haben, weil nach derselben Personen sich nennen, die wirals seine Nachkommen bezeichnen müssen f). Die vogteilichenStreitigkeiten zwischen den Grafen von Yalkenstein und dem Cesa-rius, welcher nebst Burchard von WollFenbüttel im Jahre 1214 denAngriff König Friedrichs auf Quedlinburg zurückschlug, stehen imunmittelbarsten Zusammenhange mit dein grofsen Kampfe der Hohcn-stauffen und Welphen. So steht das oben erwähnte Mandat von1201 des Papstes Innocenz III. an mehrere Prälaten, unter denender Abt von Conradsburg, wider den Grafen Otto von Yalkensteineinzuschreiten, in Verbindung mit dem Kirchenbanne, mit welchemderselbe in eben jenem Jahre alle Sachsen, die es mit dem Kaiser
*) Urbes Leuwenberch, Blankenburg, Reghenstein, Heymen-burch. (Orig. Guelpli. III. 852.) In dem Testamente Kaiser Otto's IV.von 1218 lieisst es: Castrum Lewenburg reddatur Ottoni de Lüne-burg nepoti nostro, quia patrimonium suum est (Meibom s. rer. Germ.III. 148)
**') Zu dieser Familie gehören die v. Blankenburg, v. Campe, v. Bo-dendick, v. Neindorf, v. Gersdorf, v. Berge, v. Meding u. a. m. (Mär-kische Forschungen III. B. S. 304 etc.)
***) Ministerialis Cesarius prefectus 1195 (Schaumann p. 156);Cesarius advocatus de Quidlingeborg 1215 in einer Urkunde Kaiser Ot-to's IV. (Meibom III. 162.)
f) Jordanus de Lewenberge miles et fraler suus Jusarius 1248(Erath p. ISO,); Heithenricus de Lewenberge 1276 (ibid. p. 258).