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Die Grafen von Valkenstein am Harze und ihre Stammgenossen
Entstehung
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2 Erste Abtheil ii ng.

Dass der erste der genannten Oerter ganz in der Nähe vonMühlingen gelegen haben muss, das beweiset uns eine Urkundevom Jahre 1271, die unmittelbar neben Mühlingen den Ort Plezwizals ein Quedlinburgisches Besitzthum nennt *). Den zweiten Orterklärt Schaumann (S. 2.) für das heutige Erxleben bei Alvens-leben, greift hierin jedoch, wie an einer andern Stelle (S. 28.), woer Hohen- und Nieder-Erxleben, unter letzlerem irrig Erxlebenbei Alvensleben verstehend, beide zum Gau Nordthüringen zählt,entschieden fehl. Gegen jenes Erxleben bei Alvensleben spricht,obgleich es im Nordthüringau gelegen hat, der Umstand, dass eszu einein andern Comilate gehört haben muss, wie das bei Müh-lingen zu suchende Plezwiz: denn dieses gehörte zum Magdeburger,jenes aber zum Halberstädtschen Antheile des Nordthüringaues; beideAntheile waren aber mit Rücksicht auf Comitatgränzen geschieden.Es hat inzwischen noch andere Oerter des Namens Erxleben in demGebiete des Bode Flusses, wo herum die Stammgüter des Con-radsburg-Plötzkeschen Geschlechts zu suchen sind, gegeben: siemüssen wir einer näheren Prüfung unterziehen, um in dem Nach-weise des Arrikesleva von 1020 nicht fehl zu greifen.

Erstens das wüste gewordene Dorf Erxleben an der Holzemme**);allein dies kommt deshalb hier nicht in Betracht, weil es seinerLage nach, dem Harzgau zugewiesen werden muss.

Zweitens das nunmehr gleichfalls wüste Dorf Erxleben beiAschersleben***), welches jedoch, weil im Schwabengau gelegen,wiederum nicht gemeint sein kann.

Aus demselben Grunde muss man sich aber auch drittens gegendas von Wohlbrück ins Auge gefasste, unweit Stassfurt gelegene

*) Erath cod. dipl. Quedlinb. p. 2-18.

**) Stübner Denkwürdigk des Fiirstenthums Blankenburg I, 171.Delius Wernigeroder Wochenblatt 1811, Istes Stück. WohlbrückGeschlecht v. Alvensleben I. 72.

#**) Beckmann Gesch. von Anhalt II. 74, Lucanus Beitrag zurGesch. d. Fiirstenth. Halberstadt I, 42.