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Opfer des Bauernkrieges geworden. Die blühendstenund volkreichsten Gegenden waren fast Einöden ge-worden: eine Menge Burgen, Klöster und Dörferwaren zerstört oder eingeäschert.
Sehr merkwürdig ist, wie die Grafen und Herren,welche mit den Bauern gezogen waren, gegen Endedes Krieges allmählich von ihnen sich ab auf ihreBurgen zurückziehen und bei den letzten Niederlagen vondenselben gar keine Erwähnung geschieht. Daher mochtees auch kommen, dass man selbst die Schuldigstenderselben nicht zur Rechenschaft zog, theils weil manannahm, sie seyen durch die Bauern zur Theilnahmean dem Aufstand gezwungen worden, theils aber wohlauch, weil man sich nicht an die mächtigen Herrenwagte, die man nicht so ohne Widerstand und Um-stände wie den einzelnen Bürger oder Bauern bestrafenkonnte und durfte.
Um aber doch auch ein Beispiel der Bestrafungeines der adeligen Herren zu geben, wählte man dazuden Ritter Götz von Berlichingen aus. Als er vondein Truchsess nach Stuttgart geladen wurde und erder Aufforderung Folge leistete, ward er unterwegsvon Theilnehmern des schwäbischen Bundes niederge-worfen und zum Gelöbniss gezwungen, auf Vorladungsich vor dem Bunde zu stellen. Götz in seiner natür-lichen, ehrlichen Weise glaubte, dass man ihm nichtallein etwas anhaben könnte, wo er so manche mäch-tige Mitschuldige hatte, und er selbst durch die Um-stände entschuldigt werden konnte. Nachdem er sichin Wertheim mit dem Grafen Georg, seinem Lehens-herren, herathen, war er thöricht genug, dessen wohl-