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Streitigkeiten mit dem Bischof von Würzburg sehrnützlich zu werden schien, und den er auch zumStatthalter (Vizdum) in seinen deutschen Ländern ge-macht (der Herzog besass in Frankreich auch dieGrafschaft Mortan), gelang es ihm, die schöne Toch-ter des Grafen, die Gräfin Amalie, als Gemahlin fürseinen Liebling zu gewinnen. Die Braut erhielt einWittum von zehntausend Gulden verschrieben, eine sogrosse Summe wie bis dahin bei keinem WittumWertheimischer Gräfinnen vorgekommen war. Die Hei-rathsurkunde gewährleistete, dass die Braut wederHufholz (hüftenlahm), noch Hoffrath (bucklicht), son-dern an 5?allen Lidmas« (Gliedmassen) gerecht sey.Schon nach einem Jahre (1439) starb Wieland Frei-berg an Gift, das ihm des Herzogs Feinde beigebrachthatten. Amalia hatte aus dieser Ehe kern Kind 35 ).Ein Jahr später schloss sie die zweite eheliche Ver-bindung. Durch Vermittlung des Erzbischofs Theoderichvon Mainz aus dem Hause Erbach heirathete derSchenk Otto von Erbach (Dienstag nach Andreas 1440war dieEheberedung) 36 ), welcher früher Mainzer Dom-herr gewesen war, die junge schöne Witlwe desfrühe verstorbenen Wieland von Freiberg. Als Wittum-sitz ward ihr das Schloss Reichenberg, oder im Fallesie es vorzöge, des Schenken von Erbach Hof inMichelstadt verschrieben 37 ).
35) Lang Ludwig der Bärtige Herz. v. Bayern-Ingolstadt S. 182 III.185. 191. nach Urkunden. Anonymi Chronic Suevico- Bavar. heiWürdtwein nova subs. X. 319 u. die Wertheim. Chronik.
36) Schneider Erbach. II ist. Urk n. 120. S. 283. 2. Satz.
37) Schneider a. a. 0. S. 137.