226
giftung er kurze Zeil darauf verschieden sey 77 ). DerBischof stellte natürlicherweise die Angabe, wornacher einige Personen zu der Vergiftung gedungen habe,entschieden in Abrede und Hess alle die, welche ihmein solches Verbrechen zuschrieben, streng bestrafen,wenn sie im Bereich seiner Gewalt waren 7S ). Auchliess er sich von den Wertheimer Grafen eine Ur-kunde zustellen, worin diese feierlich versicherten, dassihr Verwandter, der Coadjutor Jobann Graf von Wert-heim, nicht von dem Bischof vergiftet worden sey 79 ).Die Leiche des Coadjutors ward in dem Dom mittenin der Kirche zwischen dem Chor, Altar und Tauf-
77) Friess a. a. 0. und der Meistersänger Frauenzucht daselbst :
Merckmühl (1. Meckmiil) ward Grav Michaeln abgesprochen:Das ist des Kriegs ein Anfang;
Der Pfleger mit dein Käs' erstochen:
Dasselhig ist nicht gar zu lang
Grav Michael das han gerochen.
Auch die beim Basier Concilium eingereichte Schrift der Grafenvon Wertheim (i J. 1435) sagt bei Friess S. 753: dass er ausgifft, das ihm heimlich geschleicht, gestorben. So auch Windeck1. c. c. 208 p. 1263. ( Cap. 342 in dem Ebner'schen MS.) Do krie-gete der Bisch v. Würzburg mit dem C'opitel und der stat Würzburg,wenn die stat was mit etlichen tumherrn wol vereiniget vnd bettengrosse irrunge vnd krieg mit einander vnd in demselben kriegwart Groff Hansen sun von Wertheim zu einem Vormünder gemachtdes Stilfts vnd Bistums zu Würzburg vnd dem erbern wart ver-geben in einem Jungfraven eloster: also man saget in einem weichenkess, das er sterben must. Vgl Windeck c. 183.
78) Unter andern den Pfarrer Reinhard zu Emskirchen, der auf demBasler Concilium öffentlich ausgesagt halte, dass der BischofJohann zur Vergiftung des Pflegers einige Personen bezahlt hätte.L. Friess a. a. 0.
79) W. U. B. n. CLXII.