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Mehrere in der Wetterau liegende Güter mitGefällen und Rechten verkaufte Graf Rudolf an dasKloster Selbold (1348) um 520 Pfund Heller aufWiederkauf 61 ): acht Jalire später gab Rudolfs SohnEberhard eine Urkunde, wornach Heinrich von Isen-burg die Erlaubniss erhielt, die an das Kloster Isen-burg verpfändeten Güter zu lösen 62 ). So kamen diemeisten Werlheimischen Güter in der Wetterau andas Haus Isenburg. Denn die andern erhielt es auchdurch die Heirath Johann's von Isenburg mit RudolfsTochter Sophia, welche anstatt der Heimsteuer eineSumme auf die Wetterauischen Güter angewiesen be-kam, welche nach ihrem Tod ihren Kindern zufielen 63 ).
Es war sehr sichtbar, dass des Grafen Rudolf undseiner Nachfolger Restreben dahin ging, die GrafschaftWerlheim und Herrschaft Rreuberg mehr zu arrondi-ren: daher verkauften sie nach und nach alle entferntliegenden Besitzungen und kauften für das empfangeneGeld neue in der Nähe der Haupt- und StammburgWertheim an. Besonders richtete man sein Augen-merk auf solche Besitzungen, welche die Grafen vonWerlheim nur theilvveise besassen. Lagen sie entferntvon Wertheim, so wurden sie veräussert, befandensie sich aber in der Nähe, so suchte man sie ganzzu erwerben. So hatte bis dahin das von Würzburglehenbare Schloss Laudenbach am Main (in der Nähe
61) W. U. B. n. I.XXXIX. Aus dem Isenburg-Büdingischen Archiv.
62) W. U. B. n. XCIII. Aus dem Isenburg-Büding. Arch.
63) Darüber das Nähere in der Geschichte der Grafen Eberhard undJohann I.
Gesell, d. Grafen V. Wcrthctin. 9