Druckschrift 
1 (1843)
Entstehung
Seite
122
Einzelbild herunterladen
 

122

Dem Eberhard III. übertrug er die Landvogtei in derWetterau 37 ) und gab ihm als Reichslehen den achtenTheil des Büdinger Reichsforstes ;theilweise oder ganz dieGerichtsbarkeit in Büdingen, Selhold, Gründau, Cüpern,Bergen, Rode; ferner die Münze in Gelnhausen, den Saal-hof zu Frankfurt mit dem Fach im Main und mehreren ein-gezäunten Aeckern (die Biunde genannt) bei Frankfurt;endlich 70 Achtel Forsthafer zu Langen und drei MarkGrundzins zu Frankfurt 38 ). Auch verschaffte der Kai-ser dem Eberhard III. wieder das Schloss Erbach,welches er schon früher besessen hatte. Er belehnteihn (1320) mit diesem Schlosse nebst Zugehör underlaubte dem Belehnten zugleich, dass er für seineGemahlin und beiden Töcbter ein Leibgeding von 3000Pfund Heller machte, wozu der Mittheilhaber des Schlos-ses (Coheres) Konrad Schenk von Erbach seine Zu-stimmung gab 39 ). Schon einige Jahre früher (15.0c-tober 1317) hatte ihm der Kaiser eine gleiche Gunstin Bezug auf einige Reichslehen ertheilt, dass daraufEberhard ein Wittum von tausend Mark für Frau undTöchter bestellen durfte 40 ). Diesen halte der Kaiser

37) Eigenbrodt a. a. 0. über die Dynasten v. Breuberg S. 408.Auch Eberhard's Vater Gerlach war Landvogt der Wetterau gewe-sen. Ibid. 464.

38) Boehmer Cod. dipl. Moenofrancofurt. p. 438. v. Stockhausfen MS.der Gesch. v. Breuberg; Eigenbrodt a. a. 0. S. 472 und die nott.q u. r dazu.

39) Joannis Spicileg. p. 420. Schneider Erbach. Hist. Urk. 02. Ei-genbrodt a. a. 0. S. 470

40) Joannis Spicileg. p. 409. Boehmer I. c, und desselben RegestcnK. Ludwig des Bayern p. 17,