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standen, wurde Graf Rudolf von Wertlieim mit denedeln Herren Gotfried von Bruneck und Kraft von Ho-henlohe durch den König Adolf beauftragt, eine Ver-einigung zwischen den Sireitenden zu bewirken. Diesekam auch zu Stande und den Vertrag bestätigte derBischof Manegolt zu Würzburg (13. Dec. 1296) 2 ).Dem König Albrecht I. aus dem Ilause Habsburg warRudolf ein treuer Anhänger: auch scheint er ihm heiseinem Kriegszug gegen die rheinischen Erzbischöfenicht unbedeutenden Vorschuh geleistet zu haben, wo-durch der König mit in den Stand gesetzt war, dieGegner so sclmell zu Paaren zu treiben. Albrechtzeigte sich daher auch gegen den Grafen dankbar undertheilte ihm einen Pfandbrief, worin er erklärt, demGrafen Rudolf hundert Mark Silbers schuldig zu seyn,und ihm dafür die Juden zu Wertheim, die kaiserlicheKammerknechte waren, verpfändete (Frankfurt 4. May1303) 3 ). Es ist der erste bekannte Brief eines rö-mischen Königs, der einem Grafen von Wertheim ge-geben wurde. Einige Jahre später, aber mehrereMonate nach Rudolfs Tod (13. Nov. 1306) ertheiltederselbe König Abbrecht der Stadl Werlheim alle Rechteund Privilegien der Stadt Frankfurt 4 ).— Durch GrafRudolf erhielt Wertheim, welches bis dahin nur einigeKapellen gehabt, eine grössere Pfarrkirche, welcheder hl. Jungfrau Maria geweiht wurde (1295). Ein
2) Regest. Boic. FV. 633. Ausführlich handelt darüber Lorenz Friessin v. Ludewig Gesch. d. B. Würzburg S. 597.
3) W. U. B. n. LVIII.
4) W. U. B. n. LIX.
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