43
durch eine Synode öffentlich geschieden ward; undobwohl sie von Poppo einen Sohn hatte, so übergabsie doch, als sie sich in ein Kloster zurückzog, demBischof Egilbert von Bamberg ihre Erbschlösser Giechund Lichtenfels, und zwar durch die Hände ihrer Vor-münder väterlicher und mütterlicher Ver-wandtschaft. Diese Vormünder aber waren derGraf Wolfram von Wertheim und der GrafFriedrich von Bichelingen. Die Streitigkeiten, welchezwischen dem Bamberger Bischof und dem Grafenvon Flassenberg entstanden, da letztere die ge-nannten Burgen nicht herausgeben wollten, schlichteteendlich der Kaiser Konrad auf dem Reichstag zu Forch-hehn (1149) 17 ).
Nicht unwahrscheinlich ist es, dass Graf Wolframvon Wertheim den Kaiser Konrad III. auch auf dessenKreuzzüge begleitete (von 1147-1149), weil in dieserZeit in den fränkischen Urkunden unter den Zeugenseiner nicht gedacht wird, indem doch vor und nachdieser Zeit sein Name häufig vorkommt.
Wie schon oben bemerkt worden ist, geschiehtdieses zuerst im Jahre 1132. Es ist in einer Urkundevon dem Erzbischof Adalbert I. von Mainz über dieKirche in Praunheim und den Zehnten in Ursel undHattersheim (sämmtlich Ortschaften in der Nähe vonFrankfurt), wo Wolfram zuerst als Zeuge mit demBeisatz von Wertheim (de Werlheim) vorkommt ,8 ).
17) Sehultes a. a. 0. S. 218 fll. mit den dazu gehörigen Urk. v. .1.11-12—1149 S. 232-236. W. U. B. n. II. Vgl. Oesterreichel' überdas Nähere a. a. 0.
18) Guden. C. ü. Mog. I. p. 107.