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Da Udo's J. Söhne und Enkel offenbar in denGegenden des mittlem Mains am Spessart, an derTauber und am Rbeingau reich begütert waren und indiesen Gegenden auch erbliche Lehengüter und dabeidie dazu gehörige Gerichtsbarkeit hatten, so lässt sichmit allem Fug und aller Wahrscheinlichkeit vermuthen,dass die Grafen von Werlheim und Rieneck, welchegrade in denselben Gegenden ihre Eigen- und Lehen-güter hei ihrem ersten Auftreten besassen, Nachkom-men jenes Udo's gewesen seyn müssen. Diese Ver-muthung wird noch durch spätere traditionelle Berichtebestätigt: in einer kurzen Wertheimer Chronik, welchezwar erst im 16. Jahrhunderte geschrieben worden ist,aber zeigt, dass sie vielfach urkundliche Nachrichtender frühern Jahrhunderte benutzt hat, wird Otto (d. i.derselbe Name wie Udo) als erster Graf von Wert-heim genannt, welcher um die Mitte des 10. Jahr-hunderls als Herzog Konrad Franken verwaltet habe,gegen die Ungarn (im J. 934) mit König Heinrich I.zu Feld gezogen sey 34 ). Offenbar sind hier die beidenUdo Vater und Solm, von welchen erster mit KönigHeinrich I. gegen die Ungarn bei Merseburg (934)stritt und lezterer mit IL Otto I. gegen dasselbe Volkauf dem Lechfeld kämpfte (955), bei dem Chronistenin eine Person zusammengeschmolzen.
34) S. im Werthei'mer Urkundenbuche die Wertheimer Chronik. AuchSptmgenberg in der Mangfeldischen Chronik S. 117 meldet, dass einGraf Otto von Wertheim (932) mit K. Ileinrich gegen die Ungarngezogen. Jedoch sind die dortigen Nachrichten ohne historischenWerth.