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Ob nun die beiden Grafen Gerung oder Gerund(von manchen auch Gunthar genannt) Vater undSohn, welche im ersten Viertel des 11. Jahrhundertsin Waldsassen die Gerichtsbarkeit ausübten 35 ), Nach-kommen Udo's gewesen oder nur von dem WürzburgerBischof eingesetzte Grafen waren, welche der FamilieUdo's ganz fremd seyn konnten, ist aus Mangel anNachrichten nicht zu entscheiden.
Vor dem Anfang des 12. Jahrhunderts lassl sichüber eine zuverlässige Genealogie der Grafen vonWerlheim keine sichere und unbestrittene Spur auffin-den. Sie treten aber in derselben Zeil mit ihrem Ge-scblechtsnamen auf, als auch andere Grafen- und Dy-nastenfamilien in ihrer Nachbarschaft zuerst namentlichnachgewiesen werden: in Waldsassen und im Tauher-gau die Grafen von Rieneck, von denen ein Zweigaber auch am Rhein mächtig war (ohne Zweifel einganz nah verwandter Stamm der Grafen von Werl-heim), im Norden von Waldsassen, im Grabfeld diemächtigen Grafen von Henneberg, im südlichen Theilvom Taubergau und in den benachbarten Gauen dieHerren und Grafen von Hohenloh, zwischen ihnen undden Grafen von Werlheim sassen die Dynasten vonSchipfe, von Bocksberg, von Krautheim, von Zinnnern:östlich von Waldsassen im Weringau und dessen Nach-barschaft lagen die Besitzungen der Herren von Thüngenund von Trimberg, im Ipfgau erhoben sich die mächtigen
35) S. Vie-hji.ee k Grafen v. Castell. S. 24. Uansselmann Beweis etc.273, gibt eine Urk. v. K. Otlo 1. v. .1.973, worin ein Comes Eber-liardtis in Coinitaln Gerungi erwähnt wird.