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1 (1843)
Entstehung
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viel oder wenig Wahrscheinlichkeit für sich, als wennman behaupten wollte, die Grafen oder begütertenHerren im nördlichen Taubergau, worin Wertheim lag,oder die Gaugrafen vom Maingau, worin erweislichWertheimische Allodialgüter sich befanden, miissten fürdie Stammväter der Wertheimer Grafen gehalten wer-den, wenn man auch gar nicht in Anschlag bringenwollte, dass das Gaugrafen-Amt nicht ein erblicheswar und dass selbst nicht Versetzungen aus einem Gauin einen andern stattfanden: was doch öfters bekanntlichvorkam.

Bei dieser Unsicherheit der Abstammung dieserGrafenfamilie aus Mangel an frühen urkundlichen Nach-richten, sey es uns erlaubt, wenn auch nur gestütztauf Wahrscheinlichkeitsgründe, unsere Vermlithung überdie Vorfahren der Grafen von Wertheim mitzutheilen.

Stammvater der Grafen von Wertheim wie auchder Grafen von Rieneck ist höchstwahrscheinlich derGraf Udo, ein Zweig von der mächtigen fränkischenGrafenfamilie, welche man gewöhnlich die Konra-dinische nennt, weil der deutsche König Konrad I.ein Mitglied derselben war. Udo war der Sohn Geb-hard's; dieser aber war ein Bruder des WürzburgerBischofs Rudolph und Oheim des Königs Konrad I.Gebhard war im J. 910 in einem Gefechte gegen dieUngarn, welche bis in das östliche Franken vorge-drungen waren, umgekommen. Sein Bruder E b e r h ar d.welcher Graf im Maingau war und grosse Besitzungenim Spessart halte, fiel schon früher (902) in der blu-tigen Fehde zwischen den Konradinern und Babenber-