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er Reichsgut oder Lehengut oder Erbeigengut oderKirchengut war, oder ob er seine Besitzer im Laufe derJahrhunderte wechselte, oder ob er vielleicht erst gegenEnde des zehnten Jahrhunderts erbaut ward, das sindFragen, welche aus Mangel an authentischen Nach-richten nicht mit Sicherheit beantwortet werden können.Urkundlich fest steht, dass Wertheim im J. 1009 demBischof von Würzburg gehörte und derselbe mit Be-willigung des Kaisers Heinrich IL den Ort mit demMarktrechte beschenkte. Da der damalige Bischof Hein-rich I. aus dem Hause der mächtigen Grafen von Ro-tenburg war, so meint man, dass er in Folge vonErbschaft von seiner Familie den Ort Wertheim erhaltenhabe: denn den Grafen von Rotenburg hätte bis dahinderselbe zugehört 16 ).
Wahrscheinlich hatten Fischer zuerst eine Nieder-lassung auf dem Werth (d. i. Wiesenaue) gemacht,
16) S. Urkunde im Urkunden!). N. I. Auch Friess Historie der ßi-schoffen v. Wirtzburg bei Ludewig Gesch des Biscb. v. Würzb. S.456 kannte die Urkunde. Er meldet: In dem 1009. jähr am 22.des Weinmonats gab K.Heinrich (II.) Bischoff Heinrichen zu Würzb,diese neue Begnadung, dass hinfüro ein ewiger freier kauff-handelzu Werth eim, da die Tauber in den Mayn kommt, seyn undgehalten werden und die daraus folgende nutzbarkeil und gefalleS. Kiliansstift zu Wirtzburg zustehen und bleiben sollten. Durchwelchen Kauff-handel die Stadt Wertheim sehr zugenommen hat.Und ist solche Begnadigung uf zeit, wie oben geschrieben, zu Strass-burg ufgerichtet und wohl zu glauben, dass gemeldtesc bloss (?) und st.adt Wert heim den Graven von Ro-tenburg, aus welchen dieser BischoffHeinrich geboh-ren ist, anfänglich zugestanden, folgends an einenHerrn des landes kommen sey, der darauf gegravtworden. Von den Graven von Wertheim linde ich älter Gedächtnissnicht, dann im J. 1149.