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Der Gau Waldsasseii oder Waldsaehsen(Waldsassin, Walsatio, Waldsazi, Walsatia), so ge-nannt von den Wohnsitzen seiner Bewohner an denwaldigen Gegenden des östlichen Spessarts 2 ) — nichtaber von dorthin verpflanzten Sachsen — war einerder westlichsten von den ostfränkischen Gauen. Erlag nicht innerhalb des grossen Bogens, den der Mainzwichen Wertheim und Würzburg bildet, sondern 11111-fasste auch ansehnliche Walddistricte des Spessarts undBezirke auf dem rechten Ufer des genannten Flussesvon Lohr bis Stadt Prodzelten. Gegen Westen stiesser an den rheinfränkischen Maingau, wozu der west-liche Theil des Spessarts und der gegenüberliegendeOdenwald gehörte. An Waldsassen grenzte nördlichder Gau Grabfeld, gegen Morgen bildeten seine Grenzender Weringau und das Gozfeld, in welchem letzternGau die Stadt Würzburg lag: südlich reihten sich ander Badanachgau und der Taubergau
Von den zu dem Gau Waldsasseii gehörigen Ort-schaften hört man schon im achten Jahrhundert. Eingewisser Troandus, den man als Gaugraf dieserGegend betrachten könnte, schenkte zur Stiftung desim Gau Waldsassen gelegenen Klosters IIolz-kirchen aus seinen zu demselben Gau gehörigenEigengütern eine Anzahl: welche Schenkung und Stif-tung der fränkische König Karl der Grosse der Abtei
2) Chronic. Gotwicens. p. 840: A voce Germanica Sassen, Einsasen,ah incolis silvae tum temporis densae, quae ingentis foresti autsilvae Spechteshart portio tun« fuerat.
3) S. Sprunner, Karte der ostfränkischen Gaue. Chronic. Gotwic. 1. c.