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Rhöngebirg und Thüringerwald nördlich gelegenen, vomSpessart bis an das Fichtelgebirg, waren früher fasteinzig und allein von einer Bevölkerung thüringischerAbstammung bewohnt gewesen: die Namen der Gauemit der hei den Thüringern üblichen Endung „ f e 1 d "anstatt „Gau" deuten darauf hin. Es ist wahrschein-lich, dass der ganze thüringische Bezirk mit dem Na-men Grabfeld bezeichnet ward; in der Folge bliebnur dem nördlichen Theil desselben dieser Name, wel-cher in sich noch mehrere kleinere Gaue fasste; frühermochten auch die an beiden Ufern des Mains gelegenenGaue Waldsassen, Weringau, Gozfeld, Badanachgauund Folkfeld dazu gehört haben: die südlich vom Main,vom Odenwald zwischen dem Neckar, Main und derRednitz gelegenen grösseren Gaue, welche früher ale-mannische Einwohner hatten, hiessen von Westen an-fangend Wingarteiha, Neckargau, Murrachgau, Kocher-gau, Jaxtgau, Tauhergau, Mulachgau, Gollachgau,Ipfgau, Rangau und Ratanzgau, welch letzterer überdie Regnitz hinausgehend bis zum Fichtelgebirg reichteund grösstentheils das Bisthum Bamberg in sich fasste.
Seitdem der letzte fränkische Herzog Hettan (717),welcher zu Würzburg seinen Silz gehabt haben soll,gestorben war, gab es eigentlich einen NationalhSrzognicht mehr in Franken, welcher die verschiedenen Gau-grafschaften des Landes unter seiner Verwaltung hatteund unter dessen Banner die Heerhaufen im Kriegstanden. Als im Anfange des zehnten Jahrhunderts dieNationalherzoge in Deutschland entstanden, war Fran-ken die einzige Provinz, welche nicht durch Herzogeverwaltet wurde, weil der jedesmalige deutsche König