Jüngeres Hans Helpte.
347
Thaler. Und hiedurch kam das Gut wieder ganz von derv. Oertzenschen Familie. Conseils und Belehnnng folgten am4. April 1709.
Bresewitz.
In demselben für die Stargardische Linie ereignisreichenJahre 1694, in welchem Henning v. Oertzen auch zu demGute Klocksin gelangte, erwarb er auch das Lehn von Bre-sewitz. Daö Gut Bresewitz gehörte seit dem 16. Jahrh, zuzwei Drittheilen den v. Schwichelt; dieser Antheil ward abervielfach verpfändet und cedirt und endlich an die Stadt Fried-land veräußert, welche ihn an Franz Heinrich v. Tepling aufKrekow für 6800 Fl. verpfändete, da das Gut damals „nochganz öde und wüste" war. DaS dritte Drittheil gehörte schonvon alter Zeit her den v. Tepling. Der schwedische Ritt-meister Franz Heinrich v. Tepling, der letzte seines Geschlecht?,war in erster Ehe mit Henning's v. Oertzen Schwester IlseDorothea vermählt, nachdem sie schon ein Mal mit ErnstWerner v. Raven verheirathet gewesen war, welcher voll denTepling das Gut Krekow erworben hatte. Daher hatteTepling auch noch Forderungen aus dein Gute Helpte. Nach-dem TeplingS erste Frau gestorben war, verhcirathetc er sichwieder mit Anna Dorothea v. Vieregge, welche auch schon einMal mit Adam v. Penz auf Radum verheirathet gewesenwar und ihrem zweiten Gemahle 4 Söhne erster Ehe zu-brachte. Am 15. August 1691 berechnete sich der RittmeisterFranz Heinrich v. Tepling mit seiner zweiten Frau AnnaDorothea v. Vieregge und verschrieb ihr für die ihr schuldigen4389 Fl. 22 ßl. seinen alten dritten Theil von Bresewitz.Nicht lange darnach starb Tepling und hinterließ seine zweiteFrau als Wittwe. Bald darauf starb die mekleuburgischeFamilie v. Schwichelt in männlicher Linie ans, von welcherHennings ältester Sohn Hans Ernst eine der beiden Erb-töchter geheirathet hatte, und Henning v. Oertzen kaufte 14.Febr. 1694 von des letzten v. Schwichelt Schwiegersöhnen daöSchwicheltsche Gut Klocksin. Am 11. März 1694 bat nunHenning v. Oertzen, da „nach Absterben des v. Schwichelt