Vorwort.
3^ach sechsjähriger ununterbrochener Forschung ist es mirmöglich geworden, in dem gegenwärtigen Bande die NeuereGeschichte des Geschlechts v. Oertzen erscheinen zu lassen,welche sich zum großen Theil in den trüben und dunkeln Zeitendes dreißigjährigen Krieges bewegt. Die Darstellung hatte ihresehr großen Schwierigkeiten, auch abgesehen von der großenDürftigkeit der Acten aus jener Zeit. Die „Roggower" oderMeklenburgische Linie ließ sich zwar mit Anstrengung einiger-maßen klar verfolgen. Aber die „Helpter" oder StargardischeLinie war bisher so dunkel, daß ich sehr häufig von dem Un-ternehmen einer klaren Darstellung ganz abstehen zu müssenglaubte und oft die Arbeit auf längere Zeit zurücklegte. Esfehlte bis dahin fast aller Stoff; es reicht nur eine Ansichtder hier gegebenen Stammtafel hin, um auf den ersten Blickdie Schwierigkeit zu erkennen: während ich für den jetzt be-arbeiteten Zeitraum 38 Personen mit Herstammung und inOrdnung, und zwar gewiß vollständig und nach den Häuserngeordnet, zu geben vermocht habe, liefern die frühern Bear-beitungen, selbst die des Hofmarschalls v. Oertzen, nur unge-fähr 8 Namen, ohne den so außerordentlich wichtigen Güter-bcsitz nur einigermaßen annähernd genau zu bezeichnen. Daßmehr vorhanden sein müsse, war mir von Anfang an klar, dader Stammhalter Jacob I. (si 1572) nach vielen Andeutungensicher fünf Söhne hatte, welche alle sicher Nachkommen hinter-ließen. Bei dem Vorsatze, alles das zn geben, was wirklichgeschehen und irgend zu erreichen war, konnte ich mich nichtmit der Verarbeitung dessen begnügen, was schon vorlag.Eine gründliche Bearbeitung der seit der Bildung des Her-