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um den Kurfürsten August von dem polnischen Throne zustoßen, mußte Georg Henning v. Oertzen noch einmal zu Feldeziehen. Er ward befehligt, als General-Major ein Regi-ment Dragoner von 12 Compagnien zu bilden und nachzu-fahren. Er war in dem nun beginnenden Kriege gegen Sachsenin manchen Gefechten mit Klugheit und Tapferkeit thätig,namentlich bei Pnnitz, wo er die Cavallerie commandirte; aberdie Sachsen konnten dem nordischen Helden nicht widerstehen,sondern mußten sich zur Flucht bequemen. Georg Henningzog sich jetzt auf seine Güter zurück. Bald darauf verlorendie Sachsen nach der Schlacht bei Fraustadt am 13. Februar1705, in welcher auch Victor Sigismund v. Oertzen'S SohnGeorg Friedrich als Major fiel, ihre ganze Haltung und dasganze Land ward von den feindlichen Kriegsvölkern über-schwemmt.
Bon jetzt an lebte Georg Henning in erwünschter Ruheund im Familienglück aus seinen Gütern. Seine vierte Ehewar so gesegnet, daß seine Gemahlin ihm 15 Kinder gebar.
Georg Henning v. Oertzen ward nicht alt. Er litt seitvielen Jahren an Hypochondrie und Herzklopfen und wardöfter von starkem Blutsturz überfallen. Diese Leiden machtenauch seinem Leben ein Ende: er entschlief sanft nach 14tä-giger Krankheit am 17. Aug. 1715 im 62. Jahre seinesLebens auf seinein Gute Bagenz und ward in seinem Erbbe-gräbnis' zu Hörne beigesetzt.
Seine hinterlassene Wittwe starb über 7V Jahre altam 16. Sept. 1757 zu Cotbns.
Georg Henning hatte mit seiner vierten Frau 15 Kinder:3 Söhne und 12 Töchter, von denen 4 Töchter vor demBater starben und bei des Vaters Tode die älteste TochterMarie Sophie an den Oberstlieutenant Hermann Otto v.Plnskow auf Trechow verheirathet war.
Von den Söhnen pflanzten 3 die Linie fort: aus ersterEhe Hans Felix und aus vierter Ehe Maximilian undAdam SigiSmnnd.