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3 (1866) Vom Jahre 1600 bis zum Jahre 1725
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Stargardische Linie.

L ü b b e r s d o r f.

Lübbersdorf war ein altes Lehn der alten stargardischenFamilie v. Lübbersdorf nnd in der zweiten Hälfte des 16.Jahrh, nach den trüben Jahren des dreißigjährigen Kriegesvielfach nnd stückweise verpfändet. Ein Theil war im I. 1653dem Burgemeister Nieher für 18,000 Fl. adjudicirt nnd vondiesem 1663 an den. Rittmeister Henning Kruse für 10,066 Fl.verkauft. Die v. Jhlenfeld besaßen auch mehrere kleine Theilein dem Gnte. Einen andern großen Theil hatte Ulrich Adolphv. Krassow im I. 1691 von seiner Schwiegermutter AnnaMaria v. Kamptz für 6060 Thaler angenommen. Diesenletztern Theil cedirte v. Krassow am 15. Juni 1694 für7000 Thaler dem Henning v. Oertzen auf Helpte, welcherein großes Verlangen nach dem Besitze dieses Gutes trug(vgl. Henning, weiter unten).

Im I. 1701 meldete sich ein dänischer OberstlieutenantJürgen Ludwig v. Lübbersdorf zu Riepen nnd bat um ErNeuerung der Belehnnug. Da aber die Lehnsmuthung langeversäumt war, so erklärte der Herzog Adolph Friedrich dasLehn für eröffnet und zog es ein. Dagegen schenkte derHerzog am 2. Juni 1701 dem Victor Sigismnud v.Oertzen, Hauptmann und Pfandträgcr des Amtes Fürsten-berg, „wegen seiner ersprießlichen Dienste", die Belehnungmit dem eröffneten Gute LübberSdorf, namentlich nachdemer sich bereit erklärt hatte, das Amt Fürstenberg wieder ab-treten zu wollen, sobald der Herzog es wieder einlösen könne,und dem Obristlieutenant v. Lüderitz die Exspectanz auf Bar-storf, welche diesem auch ertheilt war, dem Herzoge zu Gc-fallen einstweilen abzutreten, um eine verwickelte Lehnsache vor-läufig zu ordnen. Am 2. Nov. 1701 ertheilte der Herzogdem Victor SigiSmund v. Oertzen den Lehnbrief und ver-sicherte ihm den Besitz und Genuß des Gutes, sobald er eswerde einlösen können.

Die verschiedenen v. Lübbersdorf meldeten sich wieder-holt. Auch Henning v. Oertzen, welcher einen Theil desGutes zu Pfande hatte, bewarb sich seit dem I. 1701 wieder-holt um die Belehnnug, jedoch vergeblich.