Hans Helpte.
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im I. 1562 hatte er mit seinem Bruder Caspar das Un-glück, von Christoph v. Möllcndorf gewaltsam überfallen undzum Kampfe genöthigt zu werden, in Folge dessen Möllen-dorf an den Verwundungen starb (vgl. Caspar tz. 194 S. 225).Zu dem großen Processe gegen die v. Blankenburg klagteLippold, daß die Blankenburg mit dem Brudermörder Hansv. Wakenitz gewaltsam in Helptcr Gebiet eingefallen seien.Die Blankenburg geben ihm seine Anklage am 14. Jan. 1587damit zurück: „als ob Lippold v. Oertzen niemals Menschen-„blut vergossen und sich Mordthaten schuldig wüßte; denn„wie er Möllendorfcn zu Grammcrün nebst seinen bei sich„Habenden nicht allein erschossen und entleibt, und er auch„vor kurzen Jahren einen Bürger ans Straßbnrg Achim„Diethcrt genannt gar erbärmlich erschlagen, sei fast jcder-„männiglich bekannt". Lippold Oertzen sagte dagegen mitRecht am 26. Febr. 1587, es sei wohl bekannt, daß „Möllcn-„dorf seinem Bater und seinen Brüdern nach Leib und Leben„getrachtet und er gegen ihn nur aus Nothwehr gehandelt„habe". Die Blankenburg schwiegen freilich hierauf, warfenihm aber vor, daß „er den an dein Straßburgcr Bürger be-gangenen Mord nnverantwortet gelassen" habe.
Am 29. April 1585 erlitt Lippold das Schicksal, daßihm „sein Hof zu Helpte abbrannte, welchen er nach derbrüderlichen Theilung ganz neu aufgebauet hatte".
Um dieselbe Zeit, im I. 1586, begannen die unaufhör-lichen verwüstenden Einfälle der v. Blankenburg auf Wulfs-Hagen in Helpte wegen angeblich streitiger Grenzen zwischendem Blankenbnrgischen Gute Mildenitz und Helpte, in Folgederen umfangreiche und kostspielige Processe entstanden, welchenach dreißigjähriger Dauer erst nach dein Tode aller Be-theiligten durch die Noth des dreißigjährigen Krieges auf-hörten. Diese kriegerischen Streitigkeiten sind im folgenden§. bei Mathias v. Oertzen ausführlich erzählt.
Zu gleicher Zeit erhoben die Oertzen von dem HauseGammelin l588 einen großen Proceß gegen die HelpterOertzen, indem sie Ansprüche auf Helpte machten, ein Proceß,welcher auch 16 Jahre dauerte.