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3 (1866) Vom Jahre 1600 bis zum Jahre 1725
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Hans Helpte.

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des Ringens herbeigelaufen kam, schoß dem Wildschützen durchdie Hand und streifte ihm den Bauch. Während des heftigenRingens kam Möllendorfö Fran mit Männern und Weibernans den Schauplatz gelaufen, als Möllendorfö Sohn Gerckeden Caspar v. Oertzen mit dem Schwerte von hinten erstechenwollte; als dieser sich aber wandte, um seinen Gegner zuverfolgen, kam grade die Mutter angelaufen und rief:Nicht,nicht! Es ist bereits genug und allzuviel gethan!", woraufOertzen ihn laufen ließ. Als nun die Fran ihren Mann zumSitzen auf der Erde aufrichtete, sagte Möllendorf noch:Oertzen, Oertzen, Ihr sollt doch noch Hoflenten begegnen!",worauf Oertzen erwiederte:Mir mag begegnen, was derliebe Gott will; aber Du hast mich dazu gebracht". DerDiener Karsten Schütte starb nach einigen Stunden im Hause.Christoph v. Möllendorf ward auf einem Wagen nach Hausegefahren und zu Bette gebracht. Da jammerte seine Frau:Möllendorf, Möllendorf, was habt Ihr angerichtet! Ihrhabt übel an mir und meinen Kindern gethan. Ich solltebillig wohl über die Oertzen klagen; aber wie kann ich kla-gen, denn Ihr habt Schuld. Ihr wolltet einen Andern umden Hals bringen und kommt selbst darum. Ihr habt durchdiesen Rumor fünfhundert Gulden verschlagen. Woher wollenwir die nehmen? In unserm Gute haben wir sie nicht".Möllendorf starb am dritten Tage darnach, am 20. Juli.

Im vollen Bewußtsein ihrer Schuld klagten die v. Möllen-dorf nicht. Die Herzoge glaubten aber eS der Gerechtigkeitschuldig zu sein, eine siScalische Untersuchung einzuleiten undgaben dazu am 27. Sept. 1562 ein Commissorium. Am 2.Nov. 1562 erschien ans dem Termine zu Neu - Brandenburgvon Möllendorfö Seite Niemand anders als die Wittwe,welche nichts weiter sagte, als daß die Oertzen ihren Ehe-mann zum Tode gebracht hätten. Für die beiden Brüder v.Oertzen erschien deren Vater Jacob auf Helpte und bewiesdurch 10 Zeugen, daß seine Söhne durch thätlichen Ueberfallzur Errettung ihres Leibes und Lebens zur gerechten Noth-wehr gezwungen worden seien. Alle Zeugen sagten einstimmigso aus, wie der Hergang hier erzählt worden ist, woraus die