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3 (1866) Vom Jahre 1600 bis zum Jahre 1725
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Stargardische Linie.

Einen Tod bin ich Gott schuldig, dem will ich mich befehlen;denn wenn ich liefe und unter andere Adelige käme, würdeich dies stets hören müssen"; worauf Lippold antwortete:Willst Du bleiben, so will ich auch bei Dir bleiben". Wäh-rend der Zeit hatte Möllendorf die Hunde auf sie gehetzt,und als er sie eingeholt hatte, schrie er:FeldflüchtigeSchelme, wäret Ihr meiner, Ihr solltet doch vom Tage hierbleiben". Caspar v. Oertzen erwiederte ihm in Ruhe:Mollendorf, ich will gebeten haben, Ihr wollet uns gute Freundebleiben lassen, wie wir eine Zeit laug gewesen sind; dennIhr wisset, daß unsere Sachen vor unsern Landessürste»stehen, und wenn wir etwas Böses mit einander ausrichte»würden, weshalb wir nicht ausgegangen sind, so würden wirungnädige Herren kriegen". Aber Möllendorf gab sich nichtzufrieden, sondern schalt fort:Eh, Du fcldflüchtiger Schelm,Du sollst Dich gleichwohl meiner wehren und diesen Tagsterben". Da rief Caspar v. Oertzen, indem er sich vor dieBrust schlug:So es nicht anders sein kann, so scheide eSGott und Noth", und beide Brüder sagten sich zu, in solcherGefahr bei einander zu bleiben und ihre Noth zu solchem un-gleichen Kampfe dem allmächtigen Gott zu befehlen, es gehezum Leben oder zum Tode. Nun legte Möllendorf die Büchseauf sie an, um auf sie zu schießen, aber die Büchse versagte;auch die Büchsen aller seiner Genossen versagten. Da warf erseine Büchse dem Lippold v. Oertzen an den Kopf, daß diesertaumelte; dieser begriff sich aber und wollte jetzt auf Möllcudorf schießen; als aber auch seine Büchse versagte, warf ersie auch dem Möllendorf an den Kopf. Möllendorf stürztegleich zur Erde; er wollte sich an seinem Spieße aufrichten,sank aber wieder zusammen, bis er sich noch einmal aufrichteteund auf Caspar v. Oertzen init dem Spieße eindrang, vondiesem aber in das Bein gestochen ward, wobei dieser selbsteine Wunde erhielt. Nun drangen Möllendorfs Genossen aufdie Oertzen mit den Spießen ein, und es entstand ein heftigesRingen; in dem Kampfe stürzte sich Möllendorfs Diener Karsten Schütte in Lippold's v. Oertzen Spieß, so daß er tödtlichverwundet zur Erde stürzte. Oertzen's Junge, der während