HauS Gerdeshage».
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gegen ihn und forderte die Bezahlung der rückständigen Con-tribution u. s. w. nach Verhältniß der alten Landtaxe für dasGut Hohen-Pritz im endlichen Betrage von 3264 Fl. Dessinhielt dies für ungerecht, denn „das Gut sei bereits vor 30„Jahren so völlig rninirt, daß kein einziger Unterthan dabei„geblieben sei, worüber das Feld mit Rusch und Busch über-„wachscn sei, und wenn er etwas davon habe gebrauchen„wollen, so habe er mit großen Mühen und Kosten ein sehr„Geringes in einen nutzbaren Stand setzen müssen, das Uebrige„liege aber noch Alles wüste und verwildert augenscheinlich„da, — ein so ödes und wüstes Gut habe also die Contri-„bution nicht tragen können; setzt sei er wieder des KorneS„und Viehes gänzlich verlustig und das Gut eine rechte„Wüste geworden". Das Amt Crivitz hielt aber aufrecht,daß Alle die Lasten hätten tragen müssen und man für ihnsie nicht tragen könne, und setzte die Klage fort. Zwar batdie eine Tochter Margarethe Sophie v. Dessin für sich undihre Schwestern den Herzog um Schutz, da ihr Vater so hohenAlters sei und sie durch die Zahlung ruinirt werden würden.Aber am 8. April 1684 ward das ritterschaftliche Amt Crivitzin den Besitz des Gutes eingesetzt, mit Borbehalt der Wieder-einlösnng.
Um sich aus der Noth zu reißen, schlössen am t6. April1685 „Joachim Lüder v. Dessin und dessen Hausfrau und„Jungfern Töchter mit dein herzoglichen Bützowschcn Haupt-„mann, spätern königl. dänischen Hauptmann Claus Hartwig„v. Parkentin" einen Vertrag, durch welchen dieser das GutHohen-Pritz für 13,400 Fl. übernahm. Damals lebten alsonoch Joachim Lüder v. Dessin und seine Frau Margarethe v.Oertzen. Sie werden bald nach dieser Zeit gestorben sein, daam 19. Oct. >689 „Joachim Lüder v. Dessins Töchter" umVertretung für ihre Forderungen aus dem mütterlichen Ver-mögen bitten. Parkentin blieb und war aber noch 1698 imBesitze des Gutes.
Margaretha v. Oertzen hinterlies nur Töchter ans zweiter
Ehe.