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Meklenburgische Linie.
lichst erwartet". Deshalb muthete Joachim Lüder v. Dessinam 14. Jan. 1659 das Gut zu „seinem und sämmtlicher„Interessenten Besten, da man noch nicht wissen könne, wer„das Gut erhalten werde". Wenn er das Gut „seines Ehe„Antccessors Joachim Bülow sel. hinterlassenes Gut Hohen„Pritz" nennt, so hat er damit wohl den Sohn des erstenMannes seiner Frau gemeint, da der Sohn Wohl das Lehngemuthet haben würde, wenn er noch am Leben gewesen wäre.— Im I. 1676 bedienten Margarethe v. Oertzen, HerrnJoachim Lüdcr v. Dessin'S Hausfrau, und deren JungfrauTochter die Frau Dorothea v. Reveutlow, wail. Claus v.Oertzen ans Gorow Wittwe, aus ihrem Sterbebcttte zu Rostockmit stets währender Aufmerksamkeit und höchst rühmlich. Am18. Juli 1673 erschien „Lüder Dessin mit Tochter und Sohn"auf der Hochzeitsfeierlichkeit, welche Dethlof v. Oertzen aufdem Schlosse zu Bützow ausrichtete.
Joachim Lüder v. Dessin kam nach dem Concnrse in denBesitz deö Gutes, jedoch ist es nicht bekannt, unter welchemRechtstitel. DaS Gut war im höchsten Grade verwüstet.Kaum hatten sich die Zustände ein wenig gebessert, so geriethdas Gut durch den Krieg des großen Kurfürsten von Braudenburg mit den Schweden 1675—1676 wieder in den aller-größten Verfall. „Joachim Lüder v. Dessin verließ im I.„1675 sein Gut Hohen-Pritz und ließ es, wie bekannt, aus„Furcht seiner entlaufenen Unterthanen, so sich bei der kür-„brandenburgischen Armee aufhalten sollten, zu einer rauhen„Wüstenei und Einöde werden, wodurch er denn alle in„diesen Jahren erfolgten schweren Kriegs-Contributionen, un„erträglichen Stand - Quartiere und höchst verderblichen, man„nigfaltigen, schweren Fuhren, so diesem Gute nach Verhältniß„zugekommen wären, den übrigen Gutsbesitzern des Amtes„Crivitz auf den Hals zog". Dessin zog mit Frau und Töchternnach Bützow, wo er ein Hauö besaß oder erwarb, ließ seinGut wüst liegen und erscheint fortan nur in Bützow, wo injenen Zeiten zuerst Dethlof v. Oertzen und darauf FriedrichUlrich v. Parkentin Hauptleute und Amtspächter waren. DieRitterschaft des Amtes Crivitz erhob am 16. Aug. 1677 Klage