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2,1 (1860) Vom Jahre 1400 bis zu den Jahren 1600 und 1700
Entstehung
Seite
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316 Schwerinsche Linie.

v. Bischwang auf Zühr zuerst genannt, als ihr und ihrerSchwester Ehemänner mit den Vormündern ihres minderjäh-rigen Bruders Joachim Heinrich über ihre rückständigen Braut-schatzgelder einen Vergleich schlössen, nach welchem die Forde-rung der Maria von 6626 Gulden anerkannt, und ihr undihrer Schwester dafür das Gut Schossin zum Pfande gesetztward, jede der beiden Schwestern sich aber mit 4600 Guldeuzufrieden erklärte, wenn ihr Bruder dereinst Leibeserben hin-terlassen sollte. Im I. 1650 wohnte auch ein v. Bischwang„Stephans v. Oertzcn Tochtermann", wahrscheinlich Christianv. Bischwang, zu Schossin. Unverhofft starb aber der jungeJoachim Heinrich in der ersten Hälfte des I. 1650. Am 8.Julii 1650 schlössen die beiden Schwestern v. Oertzen undihre Ehemänner mit ihres Bruders LehnSfolger Franz Carl,dem letzten männlichen Sproß der Familie, einen Vergleich,nach welchem den beiden Schwestern zur Sicherung ihrer An-sprüche sig, Drittheil des Gutes Schossin mit einemWohnhause vor dem Hofe eingeräumt werden sollt?, bis dieSache gerichtlich entschieden sei (vgl. oben Stephan §. 306).Aber schon in per zweiten Hälfte desselben Jahres 1650 starbauch Jürgen Christoph Bischwang, der Gemahl der Dorotheav. Oertzen, welcher zwei Söhne hinterließ, wodurch die Fami-lienverhältnisse augenblicklichnoch verwickelter wurden.

Die betrübenden Verhältnisse in der Familie griffen abernoch tiefer, als am 2l. Sept. desselben Jahres 1650 Christianv. Bischwang mit seinen Gläubigern sein durch das Kriegs-wesen cntwcrthetes Gut Zühr an den Lieutenant Michael Ritterverkaufen mußte; das Gut kam hiednrch ganz von der Familiev. Bischwang und gelangte späterhin auf längere Zeit in denBositz der Familie v. Zülow. — Durch den Verkauf des Gu-tes Zühr kam Maria augenblicklich in große Bedrängnis;; sie„klagte flehentlich" und bat, „da sie ein Ehrliches in ihres„Junkers Güter gekehrt" habe, „bei den Gläubigern allen Fleiß„anzuwenden, daß ihr nur etwas von den baaren Kaufgeldern„könnte zugekehrt werden", worauf ihr auch die Aussicht aufeinige hundert Gulden eröffnet ward. Ihre Zuflucht war dasGut Schossin, von welchem ihr und ihrer Schwester ein Drit-